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15. Dezember
KONZEPT
«digitale Materie»
Referent:
Philipp Schaerer, Architekt ETH SIA und Bildgestalter

Philipp Schaerer hat im Bereich der digitalen Architekturvisualisierung einen stilbildenden Beitrag geleistet. In Zusammenarbeit mit Architekten wie Herzog & de Meuron hat er die Bildsprache heut gängiger Architekturvisualisierungen massgeblich mitgeprägt. Als Künstler beschäftigt er sich mit der freien Anwendung digitaler Bildverfahren um Werke zwischen Authentizität und Manipulation zu schaffen. Schaerers Hauptaugen-merk gilt der Generierung und Verarbeitung von Bilddaten. In diesem Arbeitsfeld bedient er sich eines breiten Repertoires an digitalen Abbildungstechniken und Bildstrategien. Sei es durch das Schaffen abstrakter Bildkompositionen, die mit dem Zusammenschnitt von digitalen Bildbausteinen und Komponenten aus 3D-Modellbibliotheken operiert. Oder sei es mit der Konstruktion fotografischer Abbildungen, die von Grund auf mittels Bildmontage oder Bildsynthese (rendering) neu konzipiert worden sind. Es sind konstruierte Bildwelten, die mit Referenzen, Verweisen und Vorbildern arbeiten und das zunehmende Verwischen der Grenze zwischen der digitalen Bilder und der materiellen Objektwelt thematisieren. Grundlage vieler seiner Arbeiten bildet sein Bildarchiv. Bilder, Fotografien und Grafiken, die er seit 2005 mittels Datenbank konsequent verschlagwortet und erschliesst, stellen ein wichtiges «Rohmaterial» für seine Bildarbeit dar. Philipp Schaerer gab während des Anlasses Einblicke in sein Archiv und seine Arbeitsweise.

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24. November
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Klima per Decke»
ERNE Suprafloor ecoboost2, ERNE Holzbau AG
Referenten:
Patrick Suter, Dipl. Bauingenieur HTL / NDSU,
Mitglied der Geschäftsleitung, ERNE Holzbau AG
Daniel Krieg, Architekt BSA SIA,
Partner/Mitglied der Geschäftsleitung, ERNE Holzbau AG
Klaus Roschmann, Dipl. Ingenieur,
Mitglied der Geschäftsleitung, Schmid Janutin AG

ERNE AG Holzbau entwickelte, gemeinsam mit Partnern und Burkard Meyer Architekten ein neuartiges Verbunddeckensystem, welches alle Eigenschaften einer hochmodernen Bürodecke in einem einzigen vorgefertigten Bauteil abzudecken vermag. Im Bürogebäude Suurstoffi 22 in Rotkreuz wird das System nun erstmals eingesetzt. Das hybride Holz-Beton-Deckenelement ist ausserordentlich leistungsfähig und kann im Werk vollständig vorgefertigt werden. Einbauzeiten auf der Baustelle werden auf ein Minimum reduziert, indem möglichst wenige nachfolgende Arbeiten auf der Baustelle im Nachgang erledigt werden müssen. Die dünne Betondecke wird im Werk mit Holzträgern verbunden und bereits mit einem Haustechnikelement zum Heizen, Kühlen, Lüften versehen. Durch ein Induktionsverfahren kann der Betonkern klimatisch aktiviert werden, dabei bietet das System die Möglichkeit die Deckenuntersichten mit unterschiedlichen Materialien zu gestalten. Patrick Suter und Klaus Roschmann stellen gemeinsam den Alleskönner vor, welcher ausgefeilte Lösungen für die komplexen technischen Anforderungen bietet. Der Architekt Daniel Krieg stellt das Konzept des Büroholzhochhauses vor und erläutert die konstruktiven und gestalterischen Möglichkeiten, welche das Deckenelement bietet.

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17. November
KONZEPT
«komplexe Leichtigkeit»
Elbphilharmonie Hamburg, Schnetzer Puskas Ingenieure
Referent:
Dr. Heinrich Schnetzer, Dipl. Bauingenieur ETH,
Inhaber Schnetzer Puskas Ingenieure AG

Nach zehnjähriger Bauzeit wird Anfang 2017 in Hamburg die von Herzog & de Meuron entworfene Elbphilharmonie eröffnet. Das Ingenieurbüro Schnetzer Puskas aus Basel hat für diese komplexe Bauaufgabe eine vielzahl massgeschneiderter statischer Erfindungen entwickelt. Die gläserne Krone erhebt sich über hundert Meter in den Hamburger Himmel und schwebt dank einer geschosshohen Fuge über dem alten Kaispeicher. Die Auflast von sechzehn Geschossen wird in der Fassadenebene über eine komplexe Spezialkonstruktion von den darüberliegenden Geschossen aufgefangen. Das Herz des Gebäudeensembles ist der grosse Konzertsaal mit über zweitausend Plätzen, welcher nach einem aufwendigen Topf-im-Topf-System in einer Stahlkonstruktion ausgebildet und akustisch entkoppelt in das Gebäude integriert wurde. das Gebäudedach aus acht wellenförmig angeordneten Kugelteilflächen ist zusammengesetzt aus über tausend Stahlträgern. Jeder dieser Träger ist ein Unikat und die Konstruktion konnte auf keinerlei Raster aufgebaut werden. Dr. Heinrich Schnetzer beschreibt den Spagat zwischen architektonischer Idee und statischer Umsetzung und gab Einblick in das neue wahrzeichen Hamburgs, welches bereits heute schon in die Geschichtsbücher eingegangen ist.

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8. November
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Materialien für die Kunst»
Kunsthauserweiterung in Zürich
Referent:
Sir David Alan Chipperfield, CBE RA RDI RIBA

Das Kunsthaus Zürich von Architekt Karl Moser wurde zwischen 1904 und 1910 erbaut und befindet sich am Heimplatz, unweit der Zürcher Altstadt. Im November 2008 gewann das Projekt des Büros David Chipperfield  Architects den einstufigen Wettbewerb «Erweiterung Kunsthaus Zürich». Das neue Gebäude wird eine Sammlung der klassischen Moderne, der Sammlung Bührle, Wechselausstellungen und eine Sammlung zeitgenössischer Kunst ab den 1960er Jahren enthalten. Ein Durchgang unter dem Heimplatz wird das Kunsthaus mit der neuen Erweiterung verbinden. Nach acht Jahren wurden nun die Arbeiten für den Neubau aufgenommen. Der Entwurf zeichnet sich mit seinen hellen steinernen Quadern durch Schlichtheit, Strenge und Bescheidenheit aus und fügt sich damit gelungen ins bestehende Kunsthaus-Ensemble des historischen Moser-Baus und des Bührlesaals von 1958 ein. David Chipperfield, bekannt für seine sorgfältige Materialisierung, erörterte anhand von «Be-greifbaren» Materialmodellen in verschiedenen Massstäben das Konzept des geplanten Neubaus.

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3. November
KONZEPT
«Incidental Space»
Schweizer Pavillon an der Architekturbiennale in Venedig
Referenten:
Prof. Dr. Joseph Schwartz, Ingenieur
Joni Kaçani, Projektleiter, Professur Christian Kerez
Martin Joos, Co-Founder / Managing Partner ADUNIC

Anlässlich der 15. Internationalen Architektur-Biennale in Venedig entwarf der Architekt Christian Kerez für den Schweizer Pavillon einen Raum als architektonisches Projekt, der die Grenzen des heute in der Architektur Machbaren auslotet. Die Zielsetzung bestand darin, einen kleinen und möglichst komplexen Raum zu schaffen, dessen visueller Charakter sich nicht sofort entschlüsseln lässt und sich einer eindeutigen Lesbarkeit widersetzt und entzieht. Joni Kaçani sprach am Anlass zur Entwicklung des Projekts von der Idee über das Modell hin zum gebauten Raum. Durch die komplexe Geometrie seiner Oberfläche ist der Raum statisch überbestimmt, sodass er mithilfe einer eigens dafür entwickelten Mixtur von glasfaserverstärktem Spritzbeton aus einer nur zwei Zentimeter dünne Hülle produziert werden konnte. Der beteiligte Ingenieur Joseph Schwartz erläuterte die komplexen Herausforderungen an die Statik. Die auf Umsetzung temporärer Bauten spezialisierte Firma Adunic war für die Realisierung und die rechtzeitige Fertigstellung des Objekts verantwortlich. Dies beinhaltete in erster Linie technische Lösungen zu entwickeln, um das Objekt in seiner extremen Form vorzuproduzieren, vor Ort aufzubauen und fertigzustellen. Martin Joos, Mitgründer von Adunic, berichtete von der Suche nach den geeigneten Herstellungsmethoden.

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20. Oktober
KONZEPT
«Materialentfremdungen»
100 Jahre DADA
Referenten:
Marie-Claude Bétrix, Architektin ETH SIA BSA,
Bétrix und Consolascio Architekten
Mark Aurel Wyss, Architekt ETH SIA BSA,
Rossetti + Wyss Architekten

2016 markiert 100 Jahre DADA, politische Kunst im ersten Weltkrieg, welche jede Art von Regel, Norm, Konventionen und ästhetischem Empfinden bewusst unterwanderte. Ins Leben gerufen wurde DADA 1916 von Künstlern, Filmschaffenden und Architekten um Hugo Ball im Cabaret Voltaire im Zürcher Niederdorf. Die Zürcher Dadaisten der ersten Stunde waren Hans Arp, Raoul Hausmann, Emmy Hennings und Tristan Tzara. Zum erweiterten Kreis zählten unter Anderen auch Sophie Taeuber-Arp, Theo van Doesburg oder Kurt Schwitters, bekannt für das Kunstwort (Kom-)Merz.
Das Café de L’Aubette aus den 1920-er Jahren in Strasbourg von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp mit Theo van Doesburg, 1917 Mitbegründer der Künstler-bewegung De Stijl, wurde 2006 als Gesamtkunstwerk (Boden, Decke, Wände) wieder hergestellt. Vor allem Linoleum, Farbe, die Leuchten und die Möblierung sind dort erwähnenswert. Kurt Schwitters arbeitete ebenfalls am Gesamtkunstwerk, mit gefundenen Materialien aus Bauschutt, Verpackungen und Industrieabfällen.
In Zürich wurde 2004 mit Hilfe der Stadt das Cabaret Voltaire von Rossetti + Wyss Architekten AG umgebaut und renoviert. Seither dient es wieder als Ort der Begegnung, auch während der Manifesta 11. Am Abend lagen in der SBCZ einige «Be-Greifbare» Materialien zum Thema auf. Marie-Claude Bétrix verortete die DADA Bewegung in der Geschichte, Mark Aurel Wyss sprach über die Renovation und seine gewonnene Erkenntnis für spätere Projekte.

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6. Oktober
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«profilierte Eleganz in Keramik»
Vesely Fassadenagentur
Referenten:
Kathrin Vesely, Inhaberin Vesely Fassadenagentur
Manuel Bieler, Partner LOCALARCHITECTURE, Lausanne

Die Firma Vesely Fassadenagentur entwickelt individuelle Fassadenbekleidungen aus Keramik. Zu dem Repertoire der Firma gehören 3D-Keramiken, Klinkerriemchen oder auch spezielle handgemachte Glasurkeramiken. Bei der Herstellung der Keramiken verfügt die Firma über ein breites Wissen an historischen Produktionsverfahren, welche gekonnt mit modernen Herstellungstechniken kombiniert werden. In dem Wohngebäude „Le Rocher“ wurden von dem Architekturbüro LOCALARCHITECTURE aus Lausanne drei, auf den Neuenburgersee ausgerich-tete, Wohnungen übereinandergestapelt und durch Betonbänder horizontal gegliedert.
Die prägnant mäandrierenden Bänder wurden mit vertikal profilierten Keramikelementen gefüllt. Die Glasur der Keramikklinker ist subtil abgestimmt auf die Farbigkeit der Betonbänder und der Metallgeländer. Es entsteht ein homogenes Erscheinungsbild, bei welchem sich die Materialien mit ihrem individuellen Glanz und Ihrer Oberflächentextur spielerisch ergänzen. Kathrin Vesely berichtete am Brownbag-Lunch zusammen mit den Architekten Manuel Bieler und Patrick Krecl über den Materialisierungsprozess der Fassade. Anhand grosser aussagekräftiger Exponate wurde das Zusammenspiel der Materialien «Be-Greifbar» veranschaulicht.

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29. September
KONZEPT
«Wellenvorhang am See»
Swiss Re Next, Diener & Diener Architekten Basel
Referenten:
Prof. Roger Diener, Architekt,
Michael Roth, Architekt BSA, verantwortlicher Partner,
beide vom Büro Diener & Diener Architekten Basel

Der bisherige Bürobau, 1969 von Werner Stücheli erstellt, entsprach aus heutiger Sicht nicht mehr den wesentlichen Anforderungen an moderne Arbeitsformen und hatte strukturelle Mängel. Nach eingehender Prüfung der Möglichkeiten entschied sich die Swiss Re, an dessen Stelle das neue Gebäude Swiss Re Next zu realisieren. Diener & Diener Architekten aus Basel gingen 2010 als Gewinner aus einem internationalen Studienauftrag unter 12 Architekturbüros hervor. Dank einer wesentlich besseren Ausnutzung wird Swiss Re Next auf dem gleichen Grundstück am See rund 800 Arbeitsplätze anbieten können, doppelt so viele wie heute. Die äusserste Hülle des Neubaus besteht aus einem gewellten Glasvorhang. Die Südtiroler Firma Frener & Reifer ist mit der Umsetzung der Fassade betraut. Ein Muster im Massstab 1:1 war in der SBCZ «Be-Greifbar». Swiss Re Next orientiert sich an den Kriterien der 2000 Watt Gesellschaft. Der gesamte Energiebedarf soll damit um rund 60 Prozent reduziert werden, was einer Reduktion des Energiebedarfs pro Mitarbeitenden gegenüber dem Vorgängergebäude um rund 80 Prozent entspricht.

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22. September
EINBLICKE
«Statische Fasern» 
Ausstellung vom 23.09. bis 26.10.2016
Eröffnung mit Fachgesprächen
Referenten: 
Prof. Josef Kurath, Dipl. Ing. ETH/SIA, ZHAW Winterthur
Alexis Ringli, Architekt, ZHAW Winterthur

Faserverbundkunststoffe haben längst unseren Alltag erobert. Oft unbemerkt eingesetzt, bergen sie riesige Potentiale punkto Tragfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. Dank sinkender Preise kommen Carbonfaserverbund-kunststoffe in den letzten Jahren auch in der Bauindustrie regelmässig zum Einsatz. An der ZHAW forscht das Team um Josef Kurath schon seit 1998 an Einsatzmöglichkeiten von FVK am Bau. Carbonfachwerkträger und mit Carbonfasern armierte Betonplatten machen sich die enorme Zugfestigkeit vom Werkstoff zunutze. Eine zwei Zentimeter dicke, mit Carbon Rovings verstärkte Betonplatte, kann eine zehn Zentimeter dicke, stahl-armierte Betonplatte ersetzen, mit einem erheblichen Gewichtsvorteil für erstere. Dass die Fasern nicht ermüden, sich kaum ausdehnen und nicht korrodieren sind weitere Vorzüge. Prototypische Träger aus Carbonfasern wurden für die temporären Projekte von Shigeru Ban mit dem Sommerpavillon des Rietbergmuseums in Zürich und dem BMW Guggenheim Lab in New York vom Atelier Bow-Wow entwickelt und verbaut. Zusammen mit Studierenden der ZHAW wurde diesen Sommer ein Pavillon mit statisch wirksamen Glasfaserverbund-Kunststoffplatten entworfen, gebaut und am Anlass anhand von Exponaten «Be-Greifbar» gezeigt.

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18. August
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«unsichtbares Handwerk»
Max Schweizer AG, Betonkosmetik
Referenten:
Daniel Stauffacher, Dipl. Architekt HTL SIA
Gemperli Stauffacher Architektur St. Gallen
Roger Weiersmüller, Projektleiter, Max Schweizer AG

Nachbessern von Sichtbeton, ob neu oder bestehend, wird zwar häufig angewendet, bleibt aber bei guter Ausführung meist unbemerkt. Wenn der frische Beton aus der Schalung gepellt ist, zeigt sich, ob die Erwartungen an die Oberfläche erfüllt werden. Ist dies nicht der Fall, werden nachträgliche Korrekturen nötig. Die Max Schweizer AG arbeitet im Bereich der Betonkosmetik mit einem mineralischen System, das unter Niederdruck Kornzement aufspritzt und so im Innen- und Aussen-bereich Anpassungen authentisch und nachhaltig umsetzt. Anhand von Mustern wurde «Be-Greifbar» aufgezeigt, dass im Gegensatz zu rein malerischen Korrekturen sämtliche Eigenschaften des Betons wie Mattheit, Farbe, Textur und Struktur natürlich erhalten bleiben. Zudem können Farbnuancen des Betons korrigiert, die Betontextur verfeinert sowie Lunkern, Bindstellen und Kiesneste reduziert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die Wand, den Boden, die Treppe oder die Decke handelt. Um bei der Instand-setzung der Sporthalle Demuttal in St. Gallen die Betoncharakteristik des Ursprungsbaus wiederherzu-stellen, haben Gemperli Stauffacher Architekten diese Methode angewendet. Daniel Stauffacher hat über die unterschiedlichen Anwendungen und die Erfahrungen berichtet.

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23. Juni
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Atmosphäre statt Maschine»
ZZ Wancor, Poroton
Referenten:
Prof. Dietmar Eberle, be baumschlager eberle
Marc Sommer, Leiter Marketing und Vertrieb Dach/Wand
ZZ Wancor AG

Dämmung, Lüftung, Heizung und Kühlung sind nicht nur bestimmende Elemente im Diskurs über Nachhaltigkeit, sondern haben auch wesentlichen Einfluss auf Konstruktion und Ausdruck von Bauten. Gebäude brauchen zwar immer weniger Energie, der Aufwand für diese Reduktion wird durch Unterhalt und Wartung aber immer höher. Das Bürohaus 2226 von be baumschlager eberle kommt ohne Heizung, Lüftung und Kühlung aus. Vor allem aber, es ist ein Haus aus monolithischem Mauerwerk, mit Wänden, Türen und hohen Räumen. Die Hülle verfügt über einen zweischaligen Wandaufbau aus jeweils 36 Zentimetern starken Poroton Backstein. Miteinander verzahnt sorgt die innere Schicht für hohe Druckfestigkeit, die äussere isoliert effizient. Tiefe Fensterlaibungen reduzieren den Wärmeeintrag und innen angeschlagene Lüftungsflügel werden über Sensoren gesteuert, um das Raumklima behaglich zu machen. Als einzige Wärmequellen im Haus dienen die Nutzer selbst sowie Geräte in den Büroräumen. Prof. Dietmar Eberle vom Büro be baumschlager eberle erzählt vom Entwurfsprozess und dem Gebäude im Gebrauch. Marc Sommer stellte den Brick Award 2016 und das dazugehörende Architekturbuch vor, für den das Projekt 2226 ebenfalls nominiert war.

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16. Juni
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«erweiterte Eigenschaften»
Argolite Innovationswettbewerb
Referenten:
Markus Höchli, Geschäftsführer, Inhaber Argolite AG
Iria Degen, Interior Designer,
Owner Iria Degen Interiors, Zürich

Der Werkstoff HPL ist seit über 50 Jahren bekannt für seine überzeugenden ökologischen, mechanischen und gestalterischen Eigenschaften. Er besteht aus Lagen von Zellstofffasern, welche mit duroplastischen Harzen getränkt und unter hohem Druck zusammengepresst werden. Das Willisauer Familienunternehmen Argolite treibt die Weiterentwicklung von HPL Platten intensiv voran. Zum zweiten Mal hat das Unternehmen einen Innovationswettbewerb mit einer hochkarätigen Jury durchgeführt. Neue Lösungen für die Verarbeitung, Herstellung oder Anwendung der dekorativen HPL Schichtplatten wurden gesucht. Markus Höchli, Geschäftsführer der Firma Argolite schilderte die Entwicklungsmöglichkeiten des vielfältig einsetzbaren Materials «Be-Greifbar» anhand einer Vielzahl gross-formatiger Muster und stellte die gekürten Arbeiten und Preisträger vor. Iria Degen, Innenarchitektin und Jurymitglied berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Plattenmaterial und erläuterte den innovativen Umgang mit Material in ihren eigenen Arbeiten. Der Werkbericht gab Einblicke in die Ideen und Materialphilosophien ihres Büros Iria Degen Interiors.

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9. Juni
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«konsequent keramisch»
Gasser Fassadentechnik, NBK Keramik
Referenten:
Daniel Fleischmann, Architekt SWB, architektik
Reto Dörig, Geschäftsleiter / Inhaber Gasser Fassadentechnik AG

Als erster Baustein des Masterplans „Science-City “ entstand an der ETH Hönggerberg das Projekt HWO für studentisches Wohnen. Das Projekt wurde vom Büro architektick geplant und wurde im Herbst 2016 bezogen. Das vorgegebene Baufeld wurde mit drei Gebäuden besetzt, welche eine Abfolge von vielfältigen Raumsequenzen erzeugen und einen abwechslungs-reichen Freiraum aufspannen. Im Erdgeschoss sind Gemeinschaftsräume, ein Zeichensaal, eine Kinderkrippe sowie die Ergänzungsräume angeordnet. Die Regel-geschosse sind ausschliesslich dem Wohnen vorbehalten und sind für Wohngemeinschaften konzipiert. Insgesamt werden in 63 Wohnungen 485 Zimmer und 12 Studios angeboten. Als Fassadenverkleidung und Brüstungs-elemente kamen helle, objektbezogen hergestellte Terracotta Fassadenelemente zum Einsatz. Das System dieser vorgehängten, hinterlüfteten Konstruktion wurde in Zusammenarbeit mit dem Fassadenplaner und der Firma Gasser Fassadentechnik AG entwickelt und wurde anhand eines grossen Mockup «Be-Greif-bar» gemacht. Geschäftsinhaber Reto Dörig gab einen Überblick der Innovationen und Möglichkeiten von Terracotta als Fassadenverkleidung. Der Architekt Daniel Fleischmann erklärte das Projekt und die Überlegungen zur Materialität, Konstruktion und dem Ausdruck der Gebäude.

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2. Juni
KONZEPT
«Beton frei geformt»
Gramazio Kohler Research, ETH Zürich
Referenten:
Ena Lloret-Fritschi
Norman Hack
Jan Willmann

Seit geraumer Zeit suchen Architekten und Ingenieure nach Fabrikationsmöglichkeiten, freigeformte Betonbauteile effizient herzustellen, um zugleich die konstruktive und ästhetische Leistungsfähigkeit im Betonbau weiter zu erhöhen. An der ETH Zürich forscht ein Team von Gramazio Kohler Research an robotergesteuerten Herstellungsmethoden für geometrisch komplexe Betonbauteile. Jan Willmann gab hierzu einen Überblick in die aktuellen Aktivitäten der Forschungsgruppe und erläuteret die bisher entstandenen Arbeiten im Bereich des digitalen Betonbaus. Ena Lloret-Fritschi erläuterte, wie geometrisch differenzierte Betonelemente aus plastisch formbarem Beton digital hergestellt werden können. «Smart  dynamic casting» ist die Entwicklung eines roboterbasierten Gleitbauverfahren, das auf die Verwendung von zusätzlichen Schalungen verzichtet, um stattdessen eine flexible und zugleich ressourceneffiziente Herstellung freigeformter Betonelemente im architektonischen Massstab zu ermöglichen. Norman Hack stellte die Forschungsarbeit «Mesh Mould» vor. Das Projekt untersuchte die Potenziale in-situ gefertigter Betonelemente und fokussierte insbesondere auf die Verknüpfung von konventionell getrennten Systemen wie Schalung und Bewehrung und deren Überführung in ein tektonisch integratives Bausystem. Die Erkenntnisse und Resultate beider Arbeiten wurden anhand unterschiedlicher Prototypen «Be-greifbar» aufgezeigt.

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12. Mai
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Simulation, Modell und Realität»
VELUX Daylight Visualizer
Referenten:
Christina Brunner, Velux Österreich GmbH
Thomas Mika, MA UZH Lichtplaner IALD,
Geschäftsleitung / VR Reflexion AG, ZH

Durch den geschickten Einsatz von Tageslicht werden Arbeits- und Aufenthaltsqualitäten in Gebäuden erheblich gesteigert. Zugleich ist die Betrachtung von Tageslicht-situationen mit Hilfe von Simulationen wichtige Voraus-setzung bei der Planung von energieeffizienten Bauten, da die Menge an Kunstlicht abhängig vom Tageslicht-eintrag ist. Bei städtebaulichen Kompositionen und Grundrissanordnungen helfen Tageslichtsimulationen verdichtete und sogleich qualitativ hochwertige Situationen zu kreieren.Die Firma Velux engagiert sich in der  Tageslicht- und Raumklimaforschung und entwickelte hierzu das Tageslichttool Daylight Visualizer. Dieses Tool ermöglicht es Planenden den Lichteintrag zu verschie-denen Tages- und Jahreszeiten zu untersuchen und räumliche Anordnungen gezielt zu optimieren.Christina Brunner von Velux Österreich präsentierte die unter-schiedlichen Einsatzmöglichkeiten des Tageslichttools und zog Vergleiche zwischen Simulation und gebauter Realität. Thomas Mika, Gründer des Lichtplanungsbüros Reflexion ZH, erläuterte das Zusammenspiel der beiden scheinbar gegensätzlichen Welten des Tages- und Kunstlichts «Be-Greifbar» anhand gebauter Beispiele.

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28. April
TREFFPUNKT
«Gestaltung im Handwerk»
Eine Kooperation der SBCZ mit dem Haus der Farbe
Referenten:
Marco Schürpf, Gestalter im Handwerk, Carrossier Lackierer
Vreni Spieser, Künstlerin

Der Gestalter im Handwerk und Carossier Lackierer Marco Schürpf stellte zusammen mit der Künstlerin Vreni Spieser ein Kunst-am-Bau Projekt vor. Es handelte sich um die Gestaltung von drei grosszügigen Durchstichen, die einen markanten Längsbau am Grienbach in Zug perforieren. Dank ihnen verbinden sich zwei Freiräume miteinander. Das Ziel der Künstlerin war, den rauen Verputz auf gewissen Flächen hochglänzend zu gestalten, um die Wahrnehmung der Räume zu vervielfältigen. Der Gestalter im Handwerk hatte eine Lösung zur Umsetzung dieser unkonventionellen Idee gefunden. Mit «TREFF-PUNKT - Gestaltung im Handwerk» wurde eine Veranstaltungsreihe über Innovation, Kommunikation und Gestaltung im Handwerk in Zusammenarbeit mit dem Haus der Farbe eröffnet.

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14. April
EINBLICKE
«KLEBEN! Verbindende Schichten» 
Ausstellung vom 15.04. bis 13.05.2016
Eröffnung mit Fachgesprächen
Referenten: 
Phillippe Willareth, Dipl. Fassadeningenieur FH SIA,
Leiter Fassaden- und Leichtbau, Dr. Lüchinger + Meyer
Bauingenieure, Zürich und Luzern
Prof. Dr. Klaus Kreher, Hochschule Luzern - Technik &
Architektur, Leiter Kompetenzzentrum Konstruktiver Ingenieurbau

Im Bauwesen ergänzen Klebeverbindungen traditionelle Fügetechniken. KLEBEN bietet neue gestalterische Möglichkeiten und ist kostengünstig und schnell durchzuführen. Gleichzeitig werden geklebte Verbindungen, insbesondere jene welche Lasten abtragen sollen, oft mit einer gewissen Skepsis betrachtet. Dies obwohl es für deren Bemessung abgesicherte Verfahren gibt und diese Klebetechniken in anderen Ingenieur-bereichen, wie z.B. dem Fahrzeug- und Flugzeugbau schon lange nicht mehr wegzudenken sind. Philippe Willareth, Dipl. Fassadeningenieur, und Prof. Dr. Klaus Kreher führten an der Eröffnungsveranstaltung in die Welt des KLEBENS ein. Sie vermittelten einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung und schilderten den Stand der Technik mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Hierbei erläuterten sie, wo heute zugelassene Produkte im Bauwesen eingesetzt werden können und gaben einen Ausblick, welche neuen Perspektiven sich durch Klebeverbindungen in Zukunft eröffnen werden. Die Ausstellung KLEBEN präsentierte «Be-Greifbar» in Form von 1:1 Modellen Klebeverbindungen aus unterschied-lichen Bereichen des Bauwesens. Firmen gewährten anhand von Prototypen und Testobjekten einen Einblick in die aufwendigen Forschungs- und Entwicklungsprozesse der Produkte.

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7. April
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Gestalten mit der Sonne»
Solarwall SA, Energiefassaden
Referenten:
Pierre Olivier Cuche, Geschäftsleiter, Solarwall SA
Prof. emer. ETH Bruno Keller, VR-Präsident und Teilhaber
Keller Technologies AG

Die blaue Silizium Solarzelle, meist auf dem Dach montiert, prägt immer noch die Vorstellung über das Aussehen von Photovoltaik. Obschon der Nutzen der Erzeugung von Energie durch die Sonneneinstrahlung in der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion einen festen Platz einnimmt, stehen die baulichen und gestalterischen Möglichkeiten Solaranlagen zu integrieren noch am Anfang ihrer Entwicklung. Die Firma Solarwall SA vertreibt „Photo-voltaik Glas“, welches dank eingeschweisster Folien transparent, monochrom oder in unterschiedlich-sten Farben in Erscheinung treten kann. Die Eigen-schaften dieser Elemente ermöglicht eine Verwendung als integraler Bestandteil der Gebäudehülle wie Dach, Fenster oder Fassade. Pierre Oliver Cuche von Solarwall SA erläuterte die unterschiedlichen Anwendungsmöglich-keiten und gab anhand grosser Muster «Be-Greifbar» einen Überblick über die verschiedenen Technologien. Prof emer. Bruno Keller setzte die Diskussion über energieeffizientes Bauen in einen internationalen Kontext fort. Er berichtete anhand von zwei Wohnbauten in Beijing und in Nanjing und einem Bürobau in Hangzhou, über seine 15-jährige Berufstätigkeit als Planer und Haustechnik-Ingenieur in China.

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31. März
KONZEPT
«Denkmalpflegerischer Umbau»
Blumer-Areal, Freienstein ZH
Referenten:
Roger Moos, Dipl. Architekt FH,
moos. giuliani. herrmann. Architekten
Christian Muntwyler, lic. phil I,
Bauberater der kant. Denkmalpflege, Kanton Zürich

Die in den 1830er Jahren gegründete Spinnerei auf dem Blumer-Areal in Freienstein gehört zu den ältesten Textilindustrieanlagen im Kanton Zürich und gilt als bedeutsames Zeugnis ihrer Zeit. Dem Architekturbüro moos.giuliani.herrmann. ist es gelungen dem Gebäude neues Leben einzuhauchen und die Bausubstanz in enger Zusammenarbeit mit der Kantonalen Denkmalpflege in vorbildlicher Weise zu sanieren. Das Projekt schafft es, sowohl den Anforderungen der Denkmalpflege, als auch den neuen materialspezifischen und konstruktiven Erfordernissen gerecht zu werden. Um das markante siebengeschossige Holztragwerk weiterhin erlebbar zu machen, wurde zum Beispiel aus brandschutztechnischen Gründen ein aufwendiges sekundäres Stahlgerippe in die historische Bausubstanz eingefügt. Auch der etappen-weise Rück- bzw. Neubau des inneren Treppenhauses, die Restaurierung der Fenster aus dem Jahre 1835 oder die Sicherungsmassnahmen am grössten Holzdachstuhl des Kantons Zürichs stellten hohe Anforderungen an Planung, Handwerk und Material. Roger Moos, Dipl. Architekt FH, schilderte den Entwurfs- und Umsetzungsprozess im Zwiespalt zwischen alt und neu und erläuterte das Materialkonzept «Be-Greifbar» anhand von mitgebrachten Mustern. Christian Muntwyler, lic. phil. I, Bauberater von der Kantonalen Denkmalpflege erläuterte am Abend die Zusammenarbeit zwischen Behörde, Planern und Bauherrschaft.

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7. April
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«jeder Tropfen zählt»
Joulia SA, «Joulia-inline» Duschrinne
Referenten:
Reto Schmid, CEO und Mitbegründer, Joulia SA
Jörg Lamster, Geschäftsleiter, Durable Planung
und Beratung GmbH

Sanitärapparate waren lange Zeit die Stiefkinder nachhaltiger Lösungen, da diese sehr nutzerabhängig sind und so technische Innovationen erschweren. Die Erkenntnis, dass bei gut gedämmten Gebäuden der Energiebedarf für Warmwasser höher ist als der für die Heizung, zeigt aber, wie dringend solche Innovationen wären. Die Duschrinne «Joulia-inline» erreicht eine deutlich messbare Effizienzsteigerung, ohne dass diese von der jeweiligen Anwendung der Nutzer abhängig ist. Das Produkt ist die zweite Entwicklung des jungen Unternehmens Joulia SA.
Der Mitbegründer und CEO Reto Schmid erklärte die Funktionsweise der Duschrinne, welche sich in einem konventionellen Bodenaufbau integrieren lässt und die Innovation unter einem schlichten, preisgekrönten Design verbirgt. Jörg Lamster, Geschäftsleiter von Durable Planung und Beratung befasst sich in SIA-Komissionen und in der Lehre zu nachhaltigen Themen. Er stellte am Anlass die «Joulia-inline» in den Rahmen der aktuellen Nachhaltigkeitsdiskussion bestehend aus Verbrauchs- und Energiezielen, Kennzahlen aus Gebäudestandards und Nutzerabhängigkeiten in der praktischen Anwendung vor. Dieser Kontext wurde anhand einfach zugänglicher und verständlicher Dimensionen und Gedankenspiele «Be-Greifbar» vermittelt.

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3. März
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Farbe bekennen»
Jugendkulturhaus Dynamo Zürich, KABE Farben
Referenten:
Michael Widrig, Dipl. Architekt ETH SIA,
Kaufmann Widrig Architekten GmbH
Peter Ullmann, Verkaufsleiter, KABE Farben

Die Sanierung  und der Umbau für das Jugendkulturhaus «Dynamo» Zürich wurde von Kaufmann Widrig Architek-ten GmbH geplant und im Herbst 2015 abgeschlossen. Markant ist der dunkle anthrazitfarbige Farbanstrich, das Herausheben des Hauptzugangs mittels perlmuttfarbigen Signaletikmassnahmen und die damit einhergehende Fernwirkung Richtung Drahtschmidlisteg, Platzspitz und Central. Nach einem Kunst am Bau Wett-bewerb wurde die Fassade von den Künstlern Alexander Codier und Simon Specker mit einer hellgrauen, netzartigen Linienstruktur ergänzt.
Der Architekt Michael Widrig erzählte am Anlass die bewegte Geschichte von der Brauerei Drahtschmidli bis zum heutigen «Dynamo», Wasserwerkstrasse 21, und erklärte anhand grosser Muster «Be-Greifbar» das gewählte Farbkonzept. Peter Ullmann erläuterte, wie die Firma KABE Farben die Architekten bei der Farbwahl über den ganzen Entwicklungsprozess begleitete und zu farb-technologischen, denkmalpflegerischen und ökologischen Aspekten beraten hat.

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21. Januar
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Lange lebe das Holz!»
Imprägnierwerk Willisau, Druckimprägnierung
Referenten:
Rolf Mühlethaler, dipl. Architekt FH SIA BSA
Guido Thalmann, Geschäftsleiter, Imprägnierwerk Willisau

Die drei Langhäuser des Freilagers Albisrieden sind sechsgeschossige Bauten mit insgesamt 187 Wohnungen. Sie sind bis auf die aussteifenden Betonkerne komplett in Holz konzipiert. Ein prägendes architektonisches Element ist die durchlaufende Balkonschicht über alle Geschosse, wodurch jede Wohnung von einer grosszügigen Veranda profitiert. Für die Fassade wurde eine druckimprägnierte Weisstanne gewählt. Bei der Kesseldruckimprägnierung wird ein wässeriges Holzschutzmittel mit hohem Druck ins Holz eingebracht. Durch Zugabe einer braunen Farbpaste bekommt das Holz ein natürliches, Erscheinungsbild. Dabei spielt in erster Linie die Holzqualität und Ober-fläche eine entscheidende Rolle. Die Imprägnierprozesse werden mit dem Lignum Gütezeichen überwacht und kontrolliert.
Guido Talmann vom Imprägnierwerk Willisau führte am Anlass in die Technologie der Druckimprägnierung ein. Rolf Mühlethaler erklärte das Projekt Freilager Albisrieden und schilderte die gestalterischen und konstruktiven Überlegungen zur Fassade anhand eines grossen Mockup «Be-Greifbar».

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14. Januar
KONZEPT
«Algenbioreaktorfassade»
Splitterwerk, Graz zu Gast in der SBCZ
Referent:
Prof. Mark Blaschnitz, Kunstakademie Stuttgart
Mitbegründer der Architektur- und
Künstlergruppe Splitterwerk, Graz

Die Künstler- und Architektengruppe SPLITTERWERK aus Graz entwirft disziplinübergreifende Projekte im Spannungsfeld zwischen Bildender Kunst und Ingenieur-wesen. Malerei, Installation, Architektur, Urbanistik und Neue Medien vereinen sich in ihren Installationen. Das Büro erforscht hierbei das Phänomen der Verlinkung von gebauten und medialen Räumen. Anlässlich des inter-nationalen Wettbewerbs Smart Material House für die IBA in Hamburg entwickelte SPLITTERWERK zusammen mit dem weltbekannten Ingenieurbüro Ove Arup eine fassa-denintegrierte Algenbioreaktorfassade, welche erstmals in dem Pilotprojekt BIQ eingesetzt wurde. In der Fassade werden Mikroalgen durch Photosynthese gezüchtet, regel-mässig geerntet und in Biogas umgewandelt.
Prof. Blaschitz präsentierte Arbeiten des Büros SPLIT-TERWERK, welche auf Biennalen und Bauaustellungen gezeigt und prämiert wurden. Er erläuterte den Entste-hungsprozess der Bioreaktorfassade und erklärte deren Funktionsweise, welche darauf abzielt, Synergien zwischen unterschiedlicher haustechnischer Komponen-ten auszunutzen. Anhand eines grossen Bioreaktors zeigte er «Be-Greifbar» deren Funktionsweise und berichtete, wie sich das Gesamtenergiesystem in dem umgesetzten Pilotprojekt behauptet hat.

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letzte Änderung: 17.10.2019