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Donnerstag, 12. Mai 2022, 12:15 Uhr
KONKRET
«Raum ab Werk»

Referierende
Falco Herrmann, Partner,
Sauerbruch Hutton, Berlin
Lukas Osterwalder, Bereichsleiter modulares Bauen,
Blumer-Lehmann AG, Gossau

Die Kombination von Holz- und Modulbau hält viele Antworten auf die Anforderungen an zeitgemässe Bauten bereit. Sei es, um innerhalb kürzester Zeit Räumlichkeiten bereitzustellen, Bauten zu erweitern, aufzustocken oder um Neubauten zu erstellen. Die Bauform des modernen Holzmodulbaus bietet überraschend viel Gestaltungsspielraum und weist dank der ressourcenschonenden Baumaterialien sowie seiner Kreislauffähigkeit eine hervorragende Ökobilanz auf. 

Das Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton konnte schon mehrere grossmassstäbliche Gebäude in Modulbauweise realisieren. Falco Herrmann zeigt auf, dass überzeugende Lösungen vor allem dann entstehen, wenn sich die Planer vertieft mit den Anforderungen der späteren Nutzung eines Gebäudes sowie den Produktions- und Gestaltungsmöglichkeiten im Modulbau auseinandersetzen.

Lukas Osterwalder, Bereichsleiter modulares Bauen bei Blumer Lehmann, beleuchtet den Holzmodulbau aus technischer Sicht: Welche Vorteile und Möglichkeiten bringt diese flexible und mobile Bauweise? Ausserdem erklärt er, warum es auch im Modulbau sinnvoll ist, das Bauprojekt in einer frühen Phase zusammen mit dem Produzenten zu entwickeln.

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Donnerstag 5. Mai 2022, 15:30 Uhr
KONKRET
«Entwerfen mit solaren Materialien»

Ort: Swissbau Focus, Messe Basel

Referierende
Stefan Baumberger, Dipl. Architekt ETH SIA, Geschäftsführer Schweizer Baumuster-Centrale Zürich
Maximilian Gester, MSc ETH, Assistent, Chair of Architecture and Building Systems (A/S) ETH Zurich
Reto Dörig, Geschäftsleiter und Inhaber, GFT Fassaden AG

Bei Photovoltaik-Fassaden spielen neben den technischen auch die gestalterischen Kriterien eine entscheidende Rolle. Am Lehrstuhl für Architektur und Gebäudesysteme der ETH Zürich haben Studierende im Rahmen eines Workshops den Status quo hinterfragt und prototypische Solarelemente selbst gebaut. Der Forscher Maximilian Gester präsentiert die Vorgehensweise und Resultate dieser Arbeiten. Reto Dörig spricht über die Herausforderungen in der Planung und Umsetzung solarer Fassaden, welche die GFT Fassaden AG in den letzten Jahren realisieren konnte. Präsentiert wird diese Veranstaltung von der Schweizer Baumuster-Centrale Zürich als Vermittlerin von Forschung, Industrie und Planung.

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Donnerstag 21. April 2022, 12:15 Uhr
KONKRET
«Beton zu Beton»
Fachgespräch mit Brownbag-Lunch

Referierende
Remo Hug, Bauingenieur
Verkaufsleiter zirkulit® Baustoffe
Tanja Reimer, Architektin 
Donet Schäfer Reimer Architekten GmbH

Beton wird im Zuge des Nachhaltigkeitsdiskurses als Baustoff heute kritischer bewertet als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Dennoch ist er aber nach wie vor das mit Abstand am meisten eingesetzte Baumaterial. 
Vor diesem Hintergrund wurde zirkulit entwickelt. Der zirkuläre Beton minimiert den Primärressourcenverbrauch auf das absolute Minimum, indem der Anteil an Sand und Kies aus natürlichen Ressourcen durch Sekundärrohstoffe ersetzt wird. Der Hauptverursacher des CO2-Ausstosses bei der Betonherstellung ist Zement. Deshalb wird der Zementgehalt auf das notwendige Minimum reduziert und ein CO2-armer Zement eingesetzt. Durch eine neuartige Speichertechno
logie wird zirkulit zusätzlich mit CO2 angereichert, womit Kohlendioxid aus der Atmosphäre gebunden werden kann. Die technischen Eigenschaften sind dabei die gleichen wie beim Beton aus Primärrohstoffen. Remo Hug erläuterte am Anlass die Technologie, Herstellung und Verwendungsmöglichkeiten von zirkulit.

Auf dem Areal Guggach III beim Bucheggplatz in Zürich hat der Bau der 111 Wohnungen für die Stiftung für bezahlbare und ökologische Wohnungen – Einfach Wohnen (SEW) begonnen. Für die Betonarbeiten wird fast ausschliesslich zirkulit eingesetzt. Donet Schäfer Reimer Architekten haben 2018 den Wettbewerb gewonnen und den Neubau geplant. Tanja Reimer stellte das Projekt vor und sprach über die Herausforderung, günstigen und gleichzeitig nachhaltigen Wohnraum zu schaffen. 

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Donnerstag 31. März 2022, 18 Uhr
KONZEPT
«Lernen im Stahlgerippe»

Gastveranstaltung 
des Stahlbau Zentrums Schweiz  SZS 
Vortrag und Preisverleihung des 
Prix Acier Student Award 2021

Referierende  
Isabel Gutzwiller, Stahlbau Zentrum Schweiz SZS
Thomas Fischer, Thomas Fischer Architekt
Tivadar Puskas, Schnetzer Puskas Ingenieure
Andrea Moro, Schnetzer Puskas Ingenieure

In der neuen Sekundarschule Laufen bildet ein kraftvolles Stahltragwerk ein pragmatisches Gerippe, das eine flexible Nutzung und Umnutzung unterstützt. Sporthalle und Mehrzweckräume liegen im Erd- respektive im Untergeschoss; darüber befinden sich die offenen, über Sheddächer belichteten Lernlandschaften. Die Überspannung der grossen, stützenfreien Räume im Erdgeschoss wird mittels fünf darüber liegenden, doppelraumhohen Stahlfachwerkträgern gelöst: Die Decke ist an ihnen hochgehängt, gleichzeitig bilden sie die Wandebenen der Lernlandschaften und tragen das Dach. Der Architekt Thomas Fischer stellt das Projekt zusammen mit den Ingenieuren Andrea Moro und Tivadar Puskas von Schnetzer Puskas Ingenieuren vor. Das steeldoc 01/22 des Stahlbau Zentrums Schweiz SZS richtet den Fokus auf Bildungsbauten, die die funktionalen und räumlichen Qualitäten von Stahlkonstruktionen aufzeigen. Im Anschluss an die Referate findet die Preisverleihung des Prix Acier Student Award 2021 statt. Der Förderpreis für Studierende der Architektur und des Ingenieurwesens wird an herausragende Arbeiten vergeben, bei welchen Stahl für das Tragwerk oder einen massgeblichen Teil des Bauwerks in überzeugender Weise eingesetzt wird. Die Gewinnerprojekte werden ebenfalls im steeldoc 01/22 gezeigt.

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Donnerstag 17. März, 18:00 Uhr
MATERIAL TALK
«fein gewellt»

Referierende  
Jean-Luc von Aarburg, Miller & Maranta Architekten, Basel
Kurt Rytz, Rytz AG, Zunzgen BL

Moderation
Dr. Christoph Wieser, Architekturtheoretiker, Dipl. Arch. ETH, Vorstandsmitglied Freunde Baumuster

Auf dem ehemaligen Areal der Allgemeinen Plakatgesellschaft an der Hardstrasse im Basler Gellertquatier entsteht zurzeit eine Überbauung, die das für den Ort typische Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe weiterführt. Von Miller & Maranta Architekten geplant, überzeugt das Ensemble aus Bestands- und Neubauten durch seinen zwischen industrieller Geschichte und zeitgenössischer Wohnlichkeit fein austarierten Charakter.

Im Zentrum der Anlage stehen drei neue Wohngebäude, die als Mehrfamilienhäuser mit bis zu vier Wohnungen pro Geschoss ausgestattet sind. Die Innenräume sind geprägt durch kräftigen Sichtbeton, die Fassade und das Dach durch ein homogenes und beinahe fugenlos erscheinendes Kleid aus naturbelassenem Aluminium. Zusammen mit den asymmetrisch gesetzten Satteldächern, und dem regelmässigen Rhythmus der gerahmten Lochfenster, erhalten die Baukörper so eine gewerbliche Anmutung und machen über die feine Detaillierung dennoch ihre Wohnnutzung erkenntlich.

Jean-Luc von Aarburg, Partner bei Miller & Maranta Architekten, wird sich am Vortrag im Dialog mit Kurt Rytz über die Gestaltung und die Ausführung der komplexen Aluminiumfassaden unterhalten. Kurt Rytz ist Geschäftsführer der Rytz AG, die sich auf die Herstellung anspruchsvoller Stahl- und Fassadenkonstruktionen spezialisiert hat. Geleitet wird das Gespräch von Christoph Wieser. Der MATERIAL TALK ist eine moderierte Diskussion, die vom Trägerverein Freunde-Baumuster initiiert wird.

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Donnertag 10. März 2022, 12:15 Uhr
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«nochmals vorgehängt»
Wiederverwendung von Bauteilen
SFHF – Schweizerischer Fachverband für hinterlüftete Fassaden

Referierende
Olivier de Perrot, Architekt, Gründer Salza GmbH, Vorstandsmitglied Verein Cirkla
Cyrille Veron, Bauingenieur, Gründer sumami GmbH, Vorstandsmitglied Verein Cirkla und Verein Be Circular
Samuel Bregenzer, Vorstandsmitglied SFHF

In der Schweiz werden jährlich mehr als 4‘000 Gebäude abgerissen. Wie können möglichst grosse Mengen der dabei anfallenden, hochwertigen Bauelemente wiederverwendet anstatt zerstört werden, um so einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Bilanz im Bauwesen zu leisten?
«Wiederverwendung ist mehr als Wiederverwenden», sagt Olivier de Perrot von Salza. Wird sie umfassend angewendet, eröffnen sich neue Möglichkeiten in der Architektur. Dazu müssen die konstruktiv-technische Entwicklung, der Bauablauf und der architektonische Ausdruck neu gedacht werden. Neben den ökologischen Vorteilen kommt auch eine finanzielle Komponente hinzu. Cyrill Veron von Sumami zeigte auf, dass Wiederverwenden auch ökonomisch interessant sein kann.

Den Anlass initiiert hat der Schweizerische Fachverband für hinterlüftete Fassaden. Vorgehängte hinterlüftete Fassaden sind im Kontext der Wiederverwendung aus mehreren Gründen sinnvoll: Einerseits funktionieren die Systeme problemlos auch mit gebrauchten Komponenten, andererseits ist der Rückbau einfach und die Trennung der Materialien ist gewährleistet.

 

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letzte Änderung: 17.05.2022