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«vom Mischen und Auftragen»
Putzausstellung
11. Oktober – 8. November 2019
Präsentiert von Lorenzo Gregori und Keim Farben

Der Verputz ist eine letzte, dünne Schicht, die ein Gebäude umhüllt. Das Mischverhältnis und die Technik des Auftragens definieren sowohl seine physikalischen Eigenschaften wie auch sein Erscheinungsbild. Die Oberflächenstruktur von Putz wird von vielen Faktoren definiert: der Körnigkeit, dem Glanzgrad oder der Farbigkeit. Auch die Werkzeuge wie Mauerkellen oder Holzreibebretter hinterlassen ihre ganz spezifischen Spuren an seiner Oberfläche. Die Struktur eines Putzes ist aber immer auch eine ganz direkte Abbildung der Bewegungen des Handwerkers. Die Putzausstellung «vom Mischen und Auftragen», zeigt anhand einer grossen Anzahl von Mustern die vielfältigen Facetten der Gestaltungsmöglichkeiten von Putzen.

Montag bis Freitag 09:00 – 17:30 Uhr
Eintritt frei

 


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24. Oktober 18:00 Uhr
MATERIAL TALK
«Beton und andere Giesswaren»

Referent: 
Marco Bakker
Prof. EPFL, Arch. TU Delft, BSA
Bakker & Blanc Architectes Associés
Moderation:
Dr. Christoph Wieser 
Architekturtheoretiker, Dipl. Arch. ETH
Vorstandsmitglied, Freunde Baumuster

Das Wissen über Handwerk und Technik ist eine unabdingbare Voraussetzung, um einen kohärenten Einsatz und Ausdruck für ein Baumaterial zu finden. Bakker & Blanc architects experimentieren insbesondere in ihrer Lehrtätigkeit an der EPFL mit vorgefertigtem Beton und Baubronze. Beides Baumaterialien, denen ein Gussverfahren zugrunde liegt. In jüngerer Zeit verwenden sie Beton und weitere Gusswaren auch vermehrt und auf vielfältige Weise in ihren Bauten. Bei der Kanzlei der Schweizer Botschaft in Algier etwa kam Marmorbeton und Bronze zum Einsatz, bei den Wohnbauten Les Arsenaux in Fribourg werden die Fassaden aus vorfabrizierten Betonelementen gebildet. Marco Bakker geht am Anlass auf die Phänomenologie gegossener Bauteile ein und erklärt deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Marco Bakker gründete 1992 zusammen mit Alexandre Blanc BABL Bakker & Blanc architectes associés in Lausanne. Zudem unterrichten sie gemeinsam als Assistenzprofessoren an der Architekturabteilung der EPFL und unterhalten ein Zweigbüro in Zürich.

Der MATERIAL TALK ist eine moderierte Diskussion, die vom Trägerverein freunde-baumuster.ch initiiert wird.

Anmeldung bis 22. Oktober an thema@baumuster.ch
Eintritt frei

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Infobrief


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31. Oktober 12:15 Uhr
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Oberfläche mit Tiefe»
anodisierte Aluminiumoberflächen - BWB Oberflächentechnik

Referentinnen:
Tima Kamberi, Architektin, Leiterin Entwurf/Entwicklung, Itten+Brechbühl AG
Myrtha Bosshard, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiterin Verkauf Architektur, BWB Oberflächentechnik

Die Anodisation (Eloxal) ist ein elektrochemischer Vorgang. Die Oberfläche des Aluminiumbauteils wird in Aluminiumoxid umgewandelt. Diese Oxidschicht ist fest mit dem Substrat verbunden und es entsteht ein genaues topografisches Abbild der ursprünglichen Struktur. So können Anforderungen an Dekor, Funktion und Korrosionsschutz gleichzeitig erfüllt werden.
Beim neuen Hauptsitz von Scott Sports in Givisiez FR ist ein Grossteil der Fassade in anodisiertem Aluminium ausgeführt. Dabei prägen die Aluminiumelemente nicht nur den Ausdruck des Gebäudes, mikroperforiert und sonnengesteuert regulieren sie auch die Beschattung.

Anmeldung bis 29. Oktober an thema@baumuster.ch
Eintritt frei

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7. November 12:15 Uhr
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«robuste Naturfaser»
Sisal-Teppiche, Terr’Arte AG

Referierende:
Prof. Andrea Deplazes, Bearth & Deplazes Architekten AG
Axel Riester, Terr’Arte AG

Sisal ist jedem schon in Form eines Teppichs begegnet. So allgegenwärtig das Material auch ist, so klein ist das Bewusstsein über die Möglichkeiten des Einsatzes, die natürliche und nachhaltige Herkunft oder die traditionelle, teils archaische Verarbeitung. Die Sisalfaser stammt von der Agave, ursprünglich aus Lateinamerika, heute mehrheitlich aus Plantagen in Kenia und Tansania. Gewonnen aus den Blättern der Pflanze werden die Fasern getrocknet, gereinigt, gebündelt und dann, je nach Länge, für die Verarbeitung zu Garn oder zu Dämmstoff gepresst. In der Weiterverarbeitung werden die Fasern in einzelnen Lagen aus den Ballen entflechtet, in heissem Wasser unter Druck und mit Pigmenten oder Farbstoff eingefärbt; zu Garn verzwirnt, geschert und dann auf dem Webstuhl klassisch verarbeitet. Muster des Sisal-Sortiments der Terr‘Arte AG  werden am Anlass das Endprodukt veranschaulichen.

Nicht zufällig ist auf dem Cover von Andrea Deplazes’ Buch «Architektur konstruieren» ein Ausschnitt eines Sisal-Teppichs aus Naturfasern abgebildet. Welche Gedanken dahinterstecken und was das «Knoten» mit dem «Konstruieren» verbindet, wird er in seinen Ausführungen erzählen.

Anmeldung bis 5. November an thema@baumuster.ch
Eintritt frei

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14. November 12:15 Uhr
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Ein Ziegel für alle Winkel»
Cover TM von Petersen Tegl A/S

Referierende:
Peter Zinck, Architekt MAA, Petersen Tegl
Erik Frandsen, Architekt, Partner Lundgaard & Tranberg

Ziegel ist eines der bekanntesten und weitverbreitetsten Baumaterialien. Bei genauer Betrachtung gibt es dementsprechend auch unterschiedlichste Ausführungen, Erscheinungen und Herstellungsverfahren.
Die dänische Ziegelei Petersen Tegl hat sich auf die traditionelle Herstellung von Ziegelsteinen, oft in enger Zusammenarbeit mit Architekten, spezialisiert. Dabei werden gewisse Backsteine komplett von Hand gefertigt  oder mit Kohle gebrannt, ein Verfahren, dass dem Ziegel ein charakteristisches Farbenspiel verleiht und weltweit nur noch selten angewandt wird.
Das renommierte dänische Architekturbüro Lundgaard & Tranberg hat zwei prägnante Projekte realisiert bei denen die speziell entwickelten CoverTM eingesetzt wurden. Ein Ziegel der sich gleichermassen für die Dacheindeckung wie auch für die Fassadenbekleidung eignet.

Anmeldung bis 12. November an thema@baumuster.ch
Eintritt frei

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21. November ganztägig (09:00 - 20:00 Uhr)
WERKSTATT
«ReThink Daylight»
Atelierveranstaltung mit Velux

Prof. Björn Schrader, Dozent, Gebäudetechnik–Kunst- und Tageslichttechnik HSLU, Leiter Themenplattform Licht@hslu
Janine Stampfli, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Themenplattform Licht@hslu
Dr. Oliver Stefani, Tageslichtforscher am Zentrum für Chronobiologie der Universitären Psychiatrischen Kliniken der Universität Basel
Paul Schöni, Public Affairs, Associations & Standardisation, VELUX Schweiz AG
Rico Grob, Josef Nassif, Lichtplaner, Reflexion AG

Natürliches Licht ist ein ebenso faszinierendes wie wichtiges Gestaltungselement in der Architektur. In eine umfassende Tageslichtplanung fliessen verschiedenste Aspekte ein – sie beschäftigt sich mit Fragen der Wahrnehmung und Ästhetik genauso wie mit Fragen der Gesundheit und des Wohnkomforts. Die «Werkstatt» soll sowohl theoretisches Wissen über Tageslichtstrategien vermitteln wie auch das praktische Überprüfen und Dokumentieren ebendieser ermöglichen. Anhand von eigenen Projekten und gebauten Modellen werden Lichtstimmungen im Tageslichtsimulator und im gemeinsamen Diskurs getestet.

Die Teilnehmerzahl für den Anlass ist begrenzt. Interessenten melden sich bitte bis zum 11. November per Mail an werkstatt@baumuster.ch.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Die Teilnahme ist kostenlos.

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28. November, 18:00 Uhr
EINBLICKE – Vernissage 
«Bauhaus 100: Schweizer Aspekte»
Ausstellung 29. November 2019 – 8. Januar 2020
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Dessau

Referierende
Ruggero Tropeano, Dipl. Architekt ETH BSA SIA, Ruggero Tropeano Architekten
Andreas Buss, Dipl.Ing. Architekt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Uni Kassel
Monika Markgraf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bauhausforschung und Denkmalpflege, Stiftung Bauhaus Dessau

Die Bauhausbewegung hat vor 100 Jahren das gestalterische und künstlerische Denken und Schaffen weltweit revolutioniert. Die Ausstellung widmet sich den Laubenganghäusern in Dessau, welche an der Bauabteilung des Bauhauses nach den Plänen des Basler Bauhausdirektors Hannes Meyer entstanden sind. Andreas Buss berichtet aus seiner Forschung über die Laubenganghäuser.

An der Vernissage stellt Monika Markgraf das umfangreiche Bauforschungsarchiv der Stiftung Bauhaus Dessau vor. Zum Bestand gehören rund 2'500 Exponate wie Putzfragmente, Farbproben, Armaturen, Beschläge oder Badzubehör, die nachzeichnen wie mit Stahl, Glas und Beton eine neue, schnörkellose Architektur entstanden ist. Diverse Originalbauteile der Laubenganghäuser werden an der Ausstellung gezeigt. 

Die intensive Wechselwirkung zwischen der Bauhausbewegung und der Schweizer Architektur zeigt Ruggero Tropeano anhand des Werks des Zürcher Architekten und Bauhausschülers Hans Fischli auf.

Anmeldung bis 26. November an thema@baumuster.ch
Eintritt frei


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12. Dezember 18:00 Uhr
KONZEPT
«Der Nutzen der Nutzung»
Fachgespräche zur Wald- und Holzwirtschaft in Zusammenarbeit mit LIGNUM Holzwirtschaft Schweiz

Roger Schmid, Amtsvorsteher Amt für Wald, Kanton Bern 
Katharina Lehmann, Inhaberin und Verwaltungs­ratspräsidentin, Blumer-Lehmann AG
Stephan Küng, Geschäftsführer Küng Holzbau AG
Daniel Lischer, Architekt, Partner alp architektur lischer partner ag

Die Schweiz ist ein rohstoffarmes Land. Der nachwachsende Rohstoff Holz bildet dabei eine Ausnahme. Mit der zunehmenden Bedeutung des Holzbaus gewinnt auch die Frage nach dem Ursprung dieses Rohstoffes an Wichtigkeit.
Das Gleichgewicht einer nachhaltigen und gleichzeitig wirtschaftlichen Nutzung des Waldes zu gewährleisten, liegt in der Verantwortung der Förster. Roger Schmid, erläutert in seinem Vortrag welche Strategien er als Vorsteher des Amts für Wald im Kanton Bern sieht. 
Die Holzbauunternehmerin Katharina Lehmann geht in ihrem Referat auf die heimische Holzverarbeitung und wie mit Holz können auf einfache Weise grosse Mengen an CO2 gebunden und eingelagert werden können. 
Stephan Küng spricht über die spezifischen Qualitäten von Schweizer Holz. Im Unternehmen der Familie Küng wird das Holz nur im Winter bei abnehmendem Mond geschlagen. Mit dem daraus gefertigten Mondhaus in Alpnach haben sie ein vom Prix Lignum ausgezeichnetes Haus geschaffen, das ganz ohne Leim oder Nägel konstruiert ist. 
Der Architekt Daniel Lischer spricht über seine zahlreichen und anspruchsvollen Holzbauprojekten aus hiesigem Holz.

Anmeldung bis 10. Dezember an thema@baumuster.ch
Eintritt frei

 


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letzte Änderung: 18.10.2019