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13. Dezember
EINBLICKE
«Empfindung und Messung» 
Fachgespräch mit Werkberichten
Referenten: 
Kurt Eggenschwiler, Abteilungsleiter Akustik, Empa, Dübendorf
Andres Bosshard, Klangkünstler und Klangexperte, Zürich

Anspruchsvolle Akustikprojekte erfordern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit einer Vielzahl von Fachleuten. Kurt Eggenschwiler und Adres Bosshard sind Experten in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Akustik und arbeiten in einer Reihe von Architektur- und Forschungsprojekten erfolgreich zusammen. Sie stellen ihre scheinbar konträren Arbeitsweisen vor und zeigen auf, wie sich ihre beiden Disziplinen ergänzen, befruchten oder mitunter aneinander reiben.

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1. Dezember 2017 bis 23. Februar 2018
EINBLICKE
Klangwelten– Tonhalle Maag
Mo.–Fr. 09:00–17:30 Uhr, Eintritt frei

Die Ausstellung «Klangwelten» gibt einen Einblick in die Welt akustisch wirksamer Materialien und Konstruktionen. Begleitet wird die Ausstellung von drei Werkberichten über Architektur- und Klangprojekte, welchen eine enge Zusammenarbeit zwischen Architekt, Akustiker, Materialexperte und Klangkünstler zugrunde liegt. Neue Forschungsergebnisse werden präsentiert, die aufzeigen, wie Gestaltungswille und akustische Massnahmen sich gegenseitig befruchten. An der Eröffnungsveranstaltung präsentieren spillmann echsle architekten und das bekannte Akustikbüro Müller-BBM das neu eröffnete Provisorium der «Tonhalle Maag». Der klassische Rechteckraum des Konzertsaals ist mit weichen Fichtenholzplatten ausgekleidet, welche die Akustik gezielt optimieren. Millionen schräg gebohrter Löcher im Eichenfussboden gewährleisten den Austritt von Zuluft ohne Geräuschbildung.

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23. November
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«VELUX Modular Skylights»
velux.ch, 3XN.com
Referenten:
Kasper Guldager Jensen,
Architekt, 3XN Kopenhagen, Dänemark
Lone Feifer, Architektin, Velux AG, Dänemark

Die Ostseeinsel Bornholm möchte als erster Landesteil von Dänemark ihren Energiebedarf komplett CO2-neutral aus erneuerbaren Quellen decken. Ein Leuchtturmprojekt für diesen Wandel ist das «Green Solution House». Das Hotel aus dem Jahre 1966 wurde 2016 saniert, um ein Kongresszentrum erweitert und mit zukunftsweisenden Lösungen ausgestattet. Die Baumaterialien können problemlos rückgebaut werden, sind recycle- oder kompostierbar. Weiter wurden Systeme zur Schmutzwasserreinigung und Umwandlung von Essensresten in Energie eingesetzt. Der Entwurf dazu stammt vom international erfolgreichen, dänischen Büro 3XN. Kasper Guldager Jensen, Senior Partner, erzählt am Anlass, wie Architektur nachhaltige Lebensweisen fördern und umsetzten kann.

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2. November
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Lebensläufe»
Forbo, marmoleum cacao Linoleum
Referenten:
PD Dr. Monika Kritzmöller, Trends + Positionen, St. Gallen
Marcel Gmür, Leiter Vertrieb Schweiz, Forbo Flooring Systems

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Erscheinung entwickelte sich zum lebenslangen Dauerauftrag in individualisierten Gesellschaften, wozu die Option zählt, sich bei Bedarf «neu zu erfinden». Auch Baumaterialien durchlaufen diese Prozesse und haben aufgrund ihrer materiellen und symbolischen Eigenschaften «Persönlichkeit». Sie entfalten ihre Wirkung im Raum, sind mit Images behaftet, die mit Epoche und Ort ihrer Verwendung variieren. Ganz zeitgemäss werden diese Materialien oftmals in anderen als ihren angestammten Kontexten gebraucht, auf innovative Weise be- und verarbeitet, de- und rekontextualisiert. Die Firma Forbo hat ihre bekannte Linoleum-Kollektion in dieser Weise um eine neue Textur erweitert. Durch Einstreuung von Kakaobohnenschalen, einem Abfallprodukt der Schokoladenindustrie, entstand die neue Lionelum Oberfläche cocoa, welche am Anlass «Be-Greifbar» vorgestellt wird und Ausgangspunkt für einen Vortrag von Frau Dr. Monika Kritzmöller bildet. Ihr Forschungs- und Beratungsinstitut «Trends + Positionen» untersucht Lebensstile und Alltagskultur mit den Schwerpunkten Architektur, Mode und Textil. Am Anlass zeigt sie die «Lebensläufe» von Materialien in unterschiedlichen Kontexten auf.

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26. Oktober
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Schatten-Stoffe»
Kästli Storen, Serge Ferrari, Gewebemarkisen
Referenten:
Volker Bienert, Dipl. Ing. Architekt BUW SIA, Bienert Kintat Architekten
Giovanni Palumbo, Leiter Objektberatung Schweiz, Serge Ferrari AG
Marc Kästli, Geschäftsführer, Kästli & Co. AG

Das Heilpädagogische Zentrum Glarnerland kann auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken. In der Tagesschule und im Internat in Oberurnen werden Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung entsprechend ihren Bedürfnissen unterrichtet, begleitet und unterstützt. 2013 gewannen Bienert Kintat Architekten zusammen mit AMJGS Architektur den Studienauftrag für einen Neubau, welcher die bisher örtlich voneinander getrennten Schul- und Internatsplätze an einem Standort vereint. Schule und Internat werden in einem einzigen, kompakten Baukörper dreigeschossig gestapelt und nach aussen durch eine einheitliche Materialisierung und Befensterung der Fassade zusammengehalten. Im Frühjahr 2017 konnte das neue Gebäude bezogen werden. Zur Verschattung wurden bewusst Stoffmarkisen eingesetzt, welche den Ausdruck des Gebäudes markant mitprägen. Sowohl die vertikalen Ausstellstoren, wie auch die horizontalen Faltstoren mit Drahtseilführung stammen von der Firma Kästli Storen, die verwendeten, champagnerfarbenen Verbundgewebe von Serge Ferrari. Erfreut sich textiler Sonnen- und Wetterschutz bei Architekten grosser Beliebtheit, haftet ihm von Nutzerseite oft ein gewisses Misstrauen an. Darüber berichtet Volker Bienert am Anlass und zeigt anhand des ausgeführten Projektes die Vorteile von Gewebestoren «Be-Greifbar» auf.

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5. Oktober
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Systematik in Stahl»
Jansen, Pfosten-Riegel-Fassade
Referenten:
Jürg Berrel, Architekt, Berrel Berrel Kräutler AG
Sebastian Thieme, Leiter Technik international, Jansen AG

Der Gebäudekomplex St. Jakobshalle in Basel umfasst mehrere Gebäudeteile und unterschiedlichste Raumstrukturen. Ursprünglich als Halle für sportliche Aktivitäten – mit oder ohne Publikum – konzipiert und vom Architekten Giovanni Panozzo von 1970-75 gebaut, muss die Liegenschaft bereits seit vielen Jahren einem breiteren Nutzungsmix gerecht werden. 2013 gewannen Degelo Architekten und Berrel Berrel Kräutler Architekten den Wettbewerb zur Sanierung und Modernisierung der St. Jakobshalle. Das Projekt fasst das bestehende Volumenkonglomerat zu einem neuen Ganzen zusammen und schafft  eine adäquate Eingangssituation für die zweitgrösste Eventhalle der Schweiz. Jürg Berrel stellt das Projekt vor und erläutert die Eingriffe, welche den Bestand den heutigen Ansprüchen anpassen. Für die Konstruktion und Materialisierung der Fassade wird ein Pfosten-Riegel-System der Firma Jansen eingesetzt. Das filigrane Fassadensystem aus statischen Stahlprofilen verleiht dem Dachfries aus Beton eine fast schwebend anmutende Eleganz und der Eingangshalle durch die Transparenz eine attraktive Grosszügigkeit. Die vielen Einsatzmöglichkeiten des modularen Systems aus Stahl werden am Anlass «Be-Greifbar» aufgezeigt.

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28. September
TREFFPUNKT
«Gestaltung im Handwerk» 
Massarbeit, Innovation, Kommunikation und Gestaltung im Handwerk
Eine Kooperation der SBCZ mit dem Haus der Farbe
Referentinnen: 
Lisette Kappers, Bauforscherin, Dübendorf
Marcella Wenger, Farbgestalterin, Haus der Farbe Zürich
Stefanie Wettstein, Kunsthistorikerin, Haus der Farbe Zürich

Der dritte Treffpunkt Gestaltung im Handwerk befasst sich mit der Schnittstelle von Handwerk, Forschung und Gestaltung am Beispiel eines Farbkonzepts von Theo Van Doesburg für eine Arbeitersiedlung in Drachten Holland. Die komplexe Ausgangslage führte dank einem internationalen und interdisziplinären Team zu einer historisch fundierten Renovation, die konzeptionell und gestalterisch durchdacht ist. Das Objekt steht exemplarisch für einen gesamtheitlichen Umgang mit Denkmälern und Farbkonzepten aus dem 20. Jahr-hundert. Themen sind neben der Bauforschung, die Rekonstruktion der Farbpalette und der Tapeten sowie die Umsetzung. Der Prozess forderte von den Beteiligten nicht nur eine hohe technische und kunsthistorische Kompetenz, sondern auch eine ausgeprägte Bereitschaft zur Kommunikation. Über die geglückte Zusammenarbeit berichten und diskutieren die Bauforscherin Lisette Kappers aus Rotterdam, die Farbgestalterin Marcella Wenger und die Kunsthistorikerin Stefanie Wettstein.

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21. September
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Spektrum einer Rinde»
Naturo Kork, Designkork Beläge
Referenten:
Isa Stürm, dipl. Arch. ETH, Isa Stürm Urs Wolf SA Architekten
Sophie Kaiffer, Architektin VIU
Axel Riester, Naturo Kork AG

Die Korkeichen werden im Alter von ca. 25 Jahren das erste Mal geschält. Alle 9 Jahre wiederholt sich die Ernte. Aus der hochwertigen Rinde können unterschiedlichste Produkte hergestellt werden. In der Baubranche wird der nachwachsende Rohstoff als Wand- und Bodenbeläge oder zur Isolation eingesetzt. Da Kork zu 90 Prozent aus einem Gemisch von Luft und Gas besteht, hat er die Fähigkeit Wärme, Schall sowie Vibrationen zu dämmen. Die harzähnliche Substanz Suberin macht das Material zusätzlich resistent gegen Nässe und Feuer. Das Wohn- und Geschäftshaus an der Neugasse in Zürich von Isa Stürm Urs Wolf Architekten komplettiert seit 2014 einen Blockrand im Industriequartier. Als Bodenbelag für die Teambüros wurde bewusst Kork eingesetzt. Die gleiche Wahl des Materials zeigt der Wandbelag des Flagshipstores des schweizer Brillenstartups VIU in Kopenhagen, welcher im Juni 2017 eröffnet wurde. Die Architektinnen Isa Stürm und Sophie Kaiffer zeigen anhand dieser Projekte das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten von Kork «Be-Greifbar» auf. Die verwendeten Beläge stammen in beiden Fällen von der Firma Naturo Kork AG. Axel Riester stellt am Anlass das Unternehmen aus Sursee vor und zeigt den Weg der Rinde der Korkeiche aus Portugal bis hin zum Endprodukt auf.

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31. August
MATERIALTALK
«Bleche als taktile Stimmungsträger» 
Eine Veranstaltung der freunde-baumuster.ch
Referenten: 
Beat Rothen, Dipl. Architekt ETH SIA BSA
Marco Mandic, Geschäftsführer
Chromwerk AG / Fritz Kamm AG
Moderation: 
Christoph Wieser, Dipl. Arch. ETH, Architekturtheoretiker

Im Gegensatz zu den Formen, Grundrissen und Tragstrukturen in der Architektur von Beat Rothen, die präzise Antworten auf funktionale Anforderungen geben, übernehmen oft Bleche mit ihren haptischen Erscheinungen der Oberflächen die Rolle des Stimmungsträgers. Anhand von zwei unterschiedlichen Projekten, dem Gewerbehaus NŒRD in Zürich Oerlikon und einem Einfamilienhaus in Winterthur, thematisieren der Architekt Beat Rothen und der Metalloberflächen-spezialist Marco Mandic den Umgang mit dem Material Blech.

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24. August
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«grau meliert»
Teknos Feyco Treffert, Renggli - Holzbeschichtungen
Referenten:
Dietrich Schwarz, Dietrich Schwarz Architekten AG
Yves Ebnöther, Dipl. Holzbauingenieur FH,
technischer Berater Holzbau, Renggli AG

Der Gebäudekomplex der WSL, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, aus den 50er Jahren genügte dem Platzbedarf und den energetischen Bedürfnissen nicht mehr. 2016 wurde die Anlage komplett saniert und mit einer neuen Gebäudehülle umgeben. Zudem wurde ein Teil der Anlage um ein Geschoss aufgestockt. Dietrich Schwarz Architekten plante in Zusammenarbeit mit der Renggli AG den gesamten Bau aus Holz-Fertigelementen. Die Entscheidung für den Baustoff Holz lag einerseits am Wunsch der Bauherrschaft regionale Materialien einzusetzen, andererseits konnte durch die schnelle Bauzeit die Hülle sofort wieder geschlossen werden. Zur Reduktion des Quellens und Schwindens des Holzes und zum Schutz vor Feuchtigkeit wurde eine wasserverdünnte, offenporige Lasur eingesetzt, welche durch den Vorvergrauungseffekt die Erscheinung der Fassade prägt. Dieses Lacksystem stammt von der Firma Teknos Feyco Treffert, die seit über 150 Jahren Produkte zur Beschichtung und Pflege von Holzoberflächen anbietet. Sowohl der konstruktive Holzbau des Projekts, wie auch die unterschiedlichen Möglichkeiten der Oberflächenveredelungen von Holz werden am Anlass «Be-Greifbar» aufgezeigt.

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13. Juli
KONZEPT
«Schriften bauen» 
Kristin Irion, Bivgrafik, Zürich
Referentin: 
Kristin Irion, Visuelle Gestalterin, Partnerin Bivgrafik, Zürich

Die Grafikerinnen und Grafiker rund um Kristin Irion, Natalie Bringolf und Yvonne Schneider gehören zu den wegweisenden Spezialisten für Signaletik in der Schweiz. Der Dialog zwischen Schrift, Raum, Objekt und Mater-ialität, von der Oberfläche bis ins tiefste Innere eines Gebäudes interessieren Bivgrafik. Ihre Handschrift ist hierbei massgeschneidert, originell und einmalig. Das Team sucht nach individuellen Beschriftungslösungen und findet diese in der Nähe zur Architektur. Ausgeprägt ist die Lust des Büros am Experimentieren mit Materialien. In ihrem Atelier entstehen in ausgeklügelten Verfahren Buchstabenprototypen mit unterschiedlichsten Ober-flächen, Texturen und Kubaturen.  Die Schriften nehmen die Materialität und Struktur der Architektur auf und bekommen gleichzeitig durch ihre eigenständige Sprache einen individuellen Charakter. Anhand von Bildern, Mustern und Prototypen erzählt Kristin Irion vom Schriften Entwerfen, Materialisieren und Installieren. Unter anderem stellt sie die Entstehungsgeschichte der Beschriftung des Kinos Houdini in der Kalkbreite, des Toni-Areals und die Betonbuchstaben des Naturkunde-museums in St. Gallen vor.

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29. Juni
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«waagrechter Auftritt»
Eternit, Swisspearl Floor
Referenten:
Andreas Dotzauer, Dotzauer Design Studio Suisse
Ueli Schweizer, Leiter Marketing und Prduktmanagement,
Eternit (Schweiz) AG

Als Material für Dach und Fassade sind Faserzement-produkte der Firma Eternit seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ein fester Begriff in der Baubranche und mit den Möbeln und Pflanzgefässen auch darüber hinaus. Der Werkstoff besteht zum grössten Teil aus Zement, etwas Kalksteinmehl, sowie ein Mix aus Zellstoff und Kunststoff-armierungsfasern. Mit Wasser werden die Komponenten zu einer Rohmasse vereint, verdichtet, gepresst und luftgetrocknet. Neu kann das vielfältige mineralische Produkt auch als Fussbodenbelag eingesetzt werden. Die Bodenplatten können aufgrund der widerstandsfähigen und feuerresistenten Eigenschaften für unterschiedlichste Nutzungen verlegt werden. Der Swisspearl Floor entstand unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Designer Andreas Dotzauer, welcher international sehr erfolgreich im Bereich der Bodengestaltung tätig ist. Die Eternit (Schweiz) AG hat ihren Werkstoff seit jeher im Dialog mit Architekturschaffenden und Produktdesignern für neue Anwendungen weiterentwickelt. Dabei steht die Erkenn-barkeit und die natürlichen Ausdruckskraft des Werkstoffs in Abstimmung mit der geforderten Funktionalität stets im Fokus. Die Referenten berichten am Anlass über die spannende Produkteentwicklung und präsentieren die neue Kollektion erstmals grossflächig «Be-Gehbar».

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15. Juni
KONZEPT
«Moderne bewahren»
Werkbundsiedlung Neubühl
Referenten:
Ruggero Tropeano, Dipl. Architekt ETH BSA SIA,
Ruggero Tropeano Architekten
Kaspar Fahrländer, Dipl. Architekt ETH,
Fahrländer Scherrer Architekten
Lukas Knörr, Dipl. Ingenieur FH MSc TU in
Denkmalpflege, Kantonale Denkmalpflege Zürich

Die Werkbundsiedlung Neubühl in Zürich ist eine der bedeutendsten Mustersiedlungen des neuen Bauens der 30er Jahre.In der Siedlung wurden bisherige Erfahrungen und Erkenntnisse des Neuen Bauens und Konstruierens systematisch ausgeweitet. Die Siedlung wurde bereits mehrfach saniert und  ist auch heute einem ständigen Erneuerungsprozess unterworfen. In den 80er Jahren erfolgte die erste Gesamtsanierung durch Arthur Rüegg und Ueli Marbach, bei welcher Bauteile sorgfältig an die Erfordernisse der Zeit angepasst wurden. In enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege erarbeitet aktuell das Architekturbüro Fahrländer Scherrer Architekten ein ausgefeiltes Sanierungskonzept, welches auf der vorgängigen sanften Gesamterneuerung aufbaut. Eine wichtige Grundlage für die Arbeiten bildet das «Bauteil-, Material- und Farbkonzept», welches von Ruggero Tropeano Architekten erstellt wurde. Ruggero Tropeano erläutert die gemeinsame Entwicklungs- und Grundlagenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege. Kaspar Fahrländer schildert den aktuellen Entwurfs- und Umsetzungsprozess und das Materialkonzept «Be-Greifbar» anhand von Originalmustern. Lukas Knörr von der Denkmalpflege Zürich veranschaulicht die Ziele der Behörde bei diesem bedeutenden Baudenkmal der Moderne.

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11. Mai
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«Metallschindeln im Überformat»
VMZINC, Zink Fassade
Referenten:
Christian Inderbitzin, Dipl. Architekt ETH,
Edelaaar Mosayebi Inderbitzin Architekten AG
Andreas Hausherr, Spengler Polier Eidg. FA, VMZINC

Gute Verformbarkeit und die wartungsfreie Langlebigkeit machen Zink zu einem interessanten Material für Gebäudehüllen. Dazu kann das natürliche Material vollständig recycelt werden. Der Baustoff findet schon seit dem 19. Jahrhundert meist im Dachbereich breite Verwendung. Durch die stete Weiterentwicklung der Herstellungsmethoden können heute eine Vielzahl von Formen und Oberflächen umgesetzt werden und bieten so grosse Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten. Als Teil der Entwicklung des Glattparks in Zürich Opfikon wurde im Jahre 2016 das Wohn- und Geschäftshaus MIN MAX von Edelaar Mosayebi Inderbitzin Architekten fertiggestellt. Programmatisch deckt der Neubau ab, was noch nicht ausreichend vorhanden war: kleine, preisgünstige Mietwohnungen und einige grosse Clusterwohnungen. Dies wurde mittels einer raffinierten räumlich-strukturellen Lösung umgesetzt. Christian Inderbitzin stellt das Projekt vor und erläutert Konzeption und Ausführung der prägnanten Fassade aus Zink. Die grossen Titanzink-Schindeln überlappen sich leicht und geben der Fassade eine ebene Optik ohne Anschlussprofile zu zeigen. Gleichzeitig sorgen Unebenheiten im Material für eine lebendige Oberfläche. Hergestellt wurden die Elemente von der Firma VMZINC, welche auf eine Erfahrung seit Beginn der Verwendung von Zink im Baubereich zurückgreifen kann. Originalgrosse Muster werden am Anlass die konstruktiven, optischen und haptischen Eigenschaften von Titan-zink «Be-Greifbar» aufgezeigt.

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4. Mai
KONZEPT
«Holz am Limit»
Werkbundsiedlung Neubühl
Referenten:
Pirmin Jung, Dipl. Holzbauingenieur FH/SIA,
Inhaber Pirmin Jung Ingenieure AG
Prof. Dr. Andrea Frangi, Institut für Baustatik und Konstruktion, ETH Zürich
Christoph Starck, Direktor Lignum, Holzwirtschaft Schweiz

Der Werkstoff Holz dringt mit weitgespannten Tragwerken und Bauten bis zur Hochhausgrenze in noch vor wenigen Jahren kaum denkbare Dimensionen vor. Drei Referenten aus unterschiedlichen Fachbereichen der Holzbranche veranschaulichen die neuen Einsatzmöglichkeiten von Holz. Lignum bündelt das Wissen, das die Anwendungen von Holz am Bau weiterbringt. Lignum-Direktor Christoph Starck zeigt in seiner Einführung auf, wie sich Holz im Bauwesen laufend neue, zukunftsträchtige Felder erschliesst. Pirmin Jung lotet in seinen Bauwerken die konstruktiven Möglichkeiten von Holztragwerken gezielt aus.
Das Dachtragwerk des neuen Sportzentrums Heuried in Zürich verfügt über Holzträger, welche 35 Meter überspannen und zugleich enorme Auskragungen leisten. Er stellt zudem das aktuell geplante Hochhaus des Baufeld 1 im Suur-stoffi Areal Rotkreuz, welches mit einer Gesamthöhe von 60 Meter das höchste Holzhochhaus der Schweiz sein wird, vor. Andrea Frangi forscht an der ETH Zürich an einer Reihe neuartiger Holzkonstruktionen. Er erläutert unter anderem vorgespannte Holzrahmenkonstruktionen, welche ohne metallische Verbindungsmittel und zusätzliche Aussteifungselemente auskommen. Hierdurch ergeben sich einzigartige neue Gestaltungsspielräume für die Architektur.

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27. April
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«auf Dämmung bauen»
Ytong Porenbeton und Multipor Mineraldämmplatten
Referenten:
Steve Ducret, Architekt FH, Architekturbüro Atelier Ducret
Christian Ehmann, Geschäftsführer Xella Porenbeton Schweiz AG

Aus den natürlichen Grundstoffen Sand, Kalk und Wasser wird schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts Porenbeton hergestellt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die Nachhaltigkeit sowohl des Materials wie auch der Produktion, die hohe Langlebigkeit, die einfache Bearbeitung und die bauphysikalischen Eigenschaften zeichnen den Porenbeton bis heute aus. Als Baustoff für Neubauten, Umbauten und Renovationen erfüllt er Anforderungen an die Tragfähigkeit, an den Wärmeschutz und Schallschutz sowie an den baulichen Brandschutz. Dazu sorgt die Diffusionsoffenheit für ein ganzjähriges angenehmes Raumklima. Die Firma Xella ist der grösste Hersteller von Porenbeton. Sie stellt am Anlass anhand von zwei Referenzobjekten die Einsatzmöglichkeiten der Materialien vor. Einerseits ein Einfamilienhaus aus Sichtbeton mit einer Multipor Innendämmung, einem komplett mineralischen Dämmsystem. Andererseits einen mehrgeschossigen Wohnungsbau, dessen Konstruktion mittels tragenden Ytong-Wandbausteinen ausgeführt wird. Dieser Aufbau wird mit einem Mock-Up «Be-Greifbar» aufgezeigt. Beide Objekte wurden vom Architekten Steve Ducret geplant, welcher seine Erfahrungen aus dem Bauen mit dem Material Porenbeton erläutert.

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23. März
TREFFPUNKT
«Gestaltung im Handwerk» 
Podiumsdiskussion zu Massarbeit, Innovation, Kommunikation und Gestaltung im Handwerk
Eine Kooperation der SBCZ mit dem Haus der Farbe
Podiumsgespräch mit: 
Patrick Schmid, Architekt, Schmid Schärer Architekten
Benedikt Zweifel, Bauleiter, Stabilis AG
David Keist, Farbgestalter, wrkstadt
Peter Richard, Naturgartengestalter, Winkler&Richard AG
Fabio Niederer, Schreiner, Heim AG
Günter Klaus, Baumeister, Leonhard Weiss Bau AG

Der zweite «Treffpunkt - Gestaltung im Handwerk» beleuchtet in Form einer Podiumsdiskussion die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Architekten und Handwerkern anhand eines konkreten Beispiels.
Vorgestellt wird das 2016 fertiggestellte Wohnhaus am Müseliweg in Zürich Höngg. neben einem fliessenden Raumkontinuum von ineinander verschachtelten Räumen unterschiedlicher Proportionen und einer ausgeprägten Plastizität, zeichnet sich das Projekt durch eine differenzierte Materialisierung und anspruchsvolle Umsetzung aus. Der Entwurf forderte von den beteiligten Handwerkern nicht nur eine hohe
technische Kompetenz, sondern auch ein ausgeprägtes Gespür für gestalterische Finessen. die Kommunikation zwischen allen Mitwirkenden war dabei von zentraler Bedeutung. beteiligte Akteure sprechen an diesem Abend über die Erfahrungen und Arbeitsweisen, welche zum guten Gelingen des Projekts geführt haben. Materialmuster zeigen die arbeit «be-greifbar» auf. Die SBCZ und das Haus der Farbe setzen mit diesem Anlass die Reihe zu Massarbeit, Innovation, Kommunikation und Gestaltung im Handwerk fort.

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23. Februar
EINBLICKE
«Betonspezialitäten» 
Pecha Kucha mit 
Daria Kovaleva, ILEK Stuttgart
Sarah Knechtges, HTWK Leipzig
Arno Richter, TU Berlin
Tobias King, voxeljet
Horst Purwin, Kronos International

Das Pantheon - über 1900 Jahre hinweg steht dieser Tempel unumstösslich in Rom und demonstriert wahre Nachhaltigkeit. Ästhetik und Technik geben sich die Hand und überdauern die Jahrtausende. Materialrezepturen dagegen gingen verloren, Wissen verschwand. Die Geschichte des Betons ist gleichermassen eine Geschichte der Innovationen und der Weiterentwicklung alten Wissens. Die OFROOM Beton Ausstellung macht Innovation «be-greifbar». Schwerpunktmässig präsentiert die Musterausstellung jüngste Entwicklungen und Produkte der Betonbranche. Die Sammlung enthält historische Betone, aktuelle Betonprodukte und das Front-End der Innovationen. Ausserordentliche Exponate werden von zahlreichen europäischen Hochschulen und Forschungsinstituten zur Verfügung gestellt. Dazu zählen Aerogel-Betone, uhPcs, Textilbetone, Sandwichkonstruktionen, composite Betone, Leichtbetone, 3d-Betondrucke und vieles mehr. Zur Eröffnung der Ausstellung wird eine Auswahl an Themen als Pecha Kucha von den Herstellern und Forschern persönlich vorgestellt und besprochen.

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2. Februar
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«feine Schale, massiver Ausdruck»
Stahlton Bauteile AG, Fassadenprofile Ecomur flex
Referenten:
Jan Pircher, Architekt FHNW, ffbk Architekten AG
Alexander Furter, Architekt ETH SIA, ffbk Architekten AG
Dirk Faget, Projekte + Innovationen, Stahlton Bauteile AG

Fassadenprofile aus Glasfaserbeton eröffnen dank industrieller Produktionsverfahren einen grossen Gestaltungsspielraum. Die Elemente können in beinahe allen Geometrien, zwei- und dreidimensional geformt, in diversen Farbtönen durchgefärbt sowie in glatten oder strukturierten Oberflächen hergestellt werden. Das geringe Gewicht, der filigrane Aufbau und die hohe Beständigkeit sind zusätzliche Eigenschaften dieses Materials, welches zunehmend für Gebäudehüllen eingesetzt wird.
Für das Projekt Oslo Nord von ffbk Architekten wurden erstmals grossformatige Fassadenelemente mit Abmessungen bis zu 2.9x5m eingesetzt. Das Gebäude auf dem Dreispitzareal in Münchenstein, Basel folgt der Parzelle und erhält so seinen spitzwinkligen Grundriss. Der im Edelrohbau erstellte Bau bietet Platz für preiswerte Büro- und Gewerbeflächen sowie zwölf Dachwohnungen. Jan Pircher und Alexander Furter von ffbk Architekten werden das Projekt erläutern und über die Erfahrungen mit Glasfaserbeton als Fassadenmaterial sprechen. Die verwendeten Fassadenprofile Ecomur flex wurden von der Firma Stahlton Bauteile AG hergestellt. Sie hat in diesem Bereich einen technologisch führenden Standard mit dem hauseigen entwickelten Extrusionsverfahren gesetzt. Anhand eines Fassaden-Mockups und Handmustern wurden am Anlass das neue Farbsortiment und neue Oberflächenstrukturen «Be-Greifbar» vorgestellt.

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26. Januar
KONZEPT
«Raum - Material - Atmosphäre»
Barozzi Veiga Architekten Barcelona
Referent:
Alberto Veiga, Architekt, Barozzi Veiga

Mit der Erweiterung des Kunstmuseums in Chur, dem Musée Cantonal des Beaux-Arts in Lausanne und dem Tanzhaus in Zürich realisiert das Büro Barozzi Veiga aus Barcelona gleich drei Kulturbauten innert kürzester Zeit in der Schweiz. Aus ihrer archaischen, elementaren und somit monumentalen Erscheinung resultieren einprägsame Bauten mit Strahlkraft, welche immer aus der genauen Lektüre des Ortes entstehen. Mit «sentimentaler Monumentalität» umschreiben die Architekten ihre Haltung, welche sich für Atmosphäre, Materialität, Proportionen und Verankerung im lokalen Kontext interessiert. Der bewusste Umgang mit dem öffentlichen Raum nimmt dabei eine wichtige Rolle in ihrer Arbeit ein. Der Italiener Fabrizio Barozzi und der Spanier Alberto Veiga, gründeten nach einem gewonnenen Wettbewerb 2004 ihr eigenes Architekturbüro in Barcelona. Weitere Erfolge folgten. Darunter die Philharmonie in Stettlin, Polen, für welche das Büro 2015 mit dem Mies van der Rohe Award, dem wichtigsten Architekturpreis der EU, ausgezeichnet wurde. Durch die präzise Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort, dem Aufgreifen vorhandener Stimmungen und Materialien, gelingt es Barozzi Veiga Räume mit hoher atmosphäri-scher Dichte zu schaffen. Alberto Veiga spricht am Anlass über die jeweiligen Herangehensweisen des Büros und erläutert die Herausforderung vom Bauen in unterschied-lichen Baukulturen.

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19. Januar
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«gewobene Erscheinung»
Ernst Schweizer AG, Metallbau
Referenten:
Markus Siemienik, Dipl. Ing. TU Architekt MAS ETH
Projektleiter Burkard Meyer Architekten BSA
Pius Baumeler, Verkaufsleiter Ernst Schweizer AG

Auf dem Westlink-Areal beim Bahnhof Zürich-Altstetten entwarfen Burkard Meyer Architekten ein Gebäudeensemble bestehend aus Hochhaus und Kubus. In der Tradition der Hochhausarchitektur der 1940er- und 50er-Jahre entwickelten die Architekten eine vorgehängte Metallfassade, welche gekonnt mit dem Gegensatz zwischen der streng geometrischen Struktur der Fassadenprofile und den gewölbt geführten Sonnenstoren spielt. Eine Tiefenstaffelung der präzise artikulierten Metallprofile und der fein gegliederte Sonnenstoren geben der Fassade ein reliefartiges Erscheinungsbild mit beinahe textilem Charakter. Die technisch durchdachte Fassade wird im Werk vorfabriziert und die Elemente mit Hilfe einer eigens entwickelten Konstruktion lediglich vor Ort eingehängt. Der Architekt Markus Siemienik sprach am Brownbag-Lunch über das Projekt, die Konzeption der Fassaden und zeigte Materialstudien, Pläne und Modelle. Pius Baumeler, Verkaufsleiter von Schweizer, vermittelte Einblicke in das Fertigungsverfahren der Fassade und erläuterte die Montagearbeiten auf der Baustelle.

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letzte Änderung: 17.10.2019