Aktuell

Öffnungszeiten Ausstellung: 
Montag bis Freitag 12:00–17:30 Uhr
Eintritt frei, ohne Voranmeldung 


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25. Juni – 11. September
EINBLICKE
«Holzverbindungen – Ausdruck tektonischer Kultur»

Holzverbindungen spiegeln die unterschiedlichen Baukulturen im Holzbau wider. Ihre Ausformung ist klima- und materialbedingt, aber auch Ausdruck ästhetischer Wertvorstellungen. Während im traditionellen Holzbau Mittel und Südeuropas das Fachwerk dominiert, sind in Skandinavien Blockbauten aus liegenden Stämmen prägend. In China und Japan setzte sich eine Skelettbauweise durch, die ohne aussteifende Wände auskommt und Taifunen und Erdbeben besonders gut standhält.
Die reinen Holzverbindungen erleben in den letzten Jahren eine Renaissance, bedingt unter anderem durch veränderte Brandschutzbestimmungen und computergestützte Fertigungstechniken. In der Ausstellung sieht man traditionelle, reine Holzverbindungen aus Europa und dem angelsächsischen Raum sowie aus China und Japan. Es wird auch gezeigt, wie Holzverbindungen in aktuellen und zukünftigen Bauprojekten zum Einsatz kommen.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem ETH Material Hub und dem Netzwerk MATERIAL-ARCHIV.

Betreffend Führungen durch die Ausstellung wird kurzfristig und in Abstimmung mit den BAG-Richtlinien informiert. 

Ausstellung Mo.- Fr. 12:00 – 17:30 Uhr, Eintritt frei


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Donnerstag, 2. Juli 2020, 16:00 – 17:30 Uhr
WERKSTATT
«vom Mischen und Auftragen
»
Keim, Mineralfarben

Atelierveranstaltung, online

ExpertInnen
Thomas Klug, Geschäftsführer Keimfarben AG
Gregory MacLeod, Dipl. Farbgestalter HF Keimfarben AG

Die Putzausstellung «EINBLICKE – vom Mischen und Auftragen», kuratiert von Lorenzo Gregori und Thomas Klug, wurde von zahlreichen Interessierten besucht. Obschon mineralische Farben und Putze bei Planenden allgegenwärtig sind, ist das Wissen über die Zusammensetzung der Materialien, über die Details der Arbeitsschritte und die Möglichkeiten der Ausführung oft nur bruchstückhaft vorhanden. In einer Art Fortsetzung zur Ausstellung bietet sich nun an, dieses Wissen weiter zu vertiefen – dieses Mal in aktiver Form: In einem theoretischen Input wird Thomas Klug über die unterschiedlichen Arten des Farbauftragens, der Abhängigkeit des Untergrunds und den dabei wichtigen physikalischen Eigenschaften berichten. Gleich anschliessend kann das Gelernte mit den im Vorfeld zugesandten Arbeitsutensilien geprüft und die Abstufungen von Lasur bis Spachtel am eigenen Beispiel verinnerlicht werden. Da in der Baumuster-Centrale zur Zeit keine Veranstaltungen mit Publikum stattfinden, wird der Vortrag live gestreamt und kann zu Hause oder im Büro verfolgt werden. Wer sich für den Anlass anmeldet, bekommt im Voraus per Post ein Set mit Farben, Zuschlägen, Pinsel, Untergründen etc. zugestellt. So können im praktischen Teil Lasur, deckender Anstrich, Schlemme und Spachtel nach Anleitung gemischt, aufgetragen und erlebt werden. Im Chat können Fragen und Anmerkungen an die Vortragenden gerichtet werden.

Teilnahme kostenlos
Anmeldung bis 19. Juni an thema@baumuster.ch

Flyer


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Neu in der Sammlung: Cosentino
Stein wird an den unterschiedlichsten Orten beim Bauen eingesetzt. Als Fassaden oder Bodenbeläge, in Bädern oder als Küchenoberfläche. Immer mehr handelt es sich dabei aber nicht um Naturstein sondern um Kunststein. Je nach Verarbeitung und Zusammensetzung können so die Eigenschaften für einen bestimmten Einsatz optimiert werden und grössere und vor allem dünnere Formate angeboten werden. Die stetige Weiterentwicklung der Herstellungsprozesse führt zudem dazu, dass es heute oft schwierig ist, ein Kunststein von einem natürlichen Stein zu unterscheiden. Das spanische Unternehmen Cosentino hat sich auf die Herstellung dieser innovativen Kunststeinoberflächen spezialisiert und ist neu auch in der SBCZ präsent.
Zum Musterbrief


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Raummiete

Seit Anfang Jahr hat die SBCZ das Untergeschoss, wo bis anhin die Textilfirma kvadrat zu finden war, übernommen. Der neue Raum bietet Platz für Sonderausstellungen, Workshops, Jurierungen usw. Zusammen mit einem abtrennbaren Sitzungszimmer kann er auch von externen Interessenten gemietet werden. Hier der Link zur Dokumentation Raummiete.

Gerne weitersagen!


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Mitgliedschaft im Material-Archiv

Am 1. Januar 2020 wurde die Schweizer Baumuster-Centrale Zürich als 9. Mitglied in den Verein Material-Archiv aufgenommen. Das 2009 gegründete Material-Archiv ist ein Netzwerk dessen Mitglieder Wissen über Werkstoffe und Verfahren erschliessen, aufbereiten und der Fachwelt sowie der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Bildung und Vermittlung erfolgen zum einen über die physischen Mustersammlungen aller Mitglieder und zum anderen über die Inhalte des Portals materialarchiv.ch. Insbesondere in Kooperation mit der ETH Zürich, der ZHAW Winterthur und der Hochschule Luzern wird die SBCZ das Themengebiet Baumaterialien weiter vertiefen.

Die SBCZ ist zukünftig in ein grosses Team von Materialexpertinnen und -experten eingebunden und kann die eigene Sammlung mit einer umfangreichen und wissenschaftlichen Datenbank verknüpfen. Die Zusammenarbeit mit dem Material- Archiv wird im Verlauf dieses Jahres auf unsere Webseite, in der Sammlung, an den Veranstaltungen und in Form temporärer Ausstellungen Gestalt annehmen.

 

Die Mitglieder des Material-Archivs sind:

Gewerbemuseum Winterthur
Hochschule Luzern – Technik & Architektur
Sitterwerk St. Gallen
Zürcher Hochschule der Künste, ZHdK
ETH Zürich, D-ARCH und ETH-Bibliothek
Hochschule Luzern – Design & Kunst
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, ZHAW
Hochschule der Künste Bern, Konservierung und Restaurierung, Gestaltung und Kunst
Schweizer Baumuster-Centrale Zürich (ab dem 1. 1. 2020)

(Bild: Blick in die Sammlung 4 – ZHdK, Toni-Areal Zürich, Betty Fleck, © Zürcher Hochschule der Künste)


Neu in der Sammlung


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Materialausleihe

Die rund 2'500 erfassten Muster der SBCZ Materialsammlung stehen allen BesucherInnen zur Ausleihe zur Verfügung. Es können bis zu zehn Muster gleichzeitig für eine Woche ausgeliehen werden. Für alle Einzelmitglieder oder MitarbeiterInnen von Firmen mit einer Firmenmitgliedschaft beim Trägerverein freunde- baumuster.ch ist die Musterausleihe kostenlos. Für Nichtmitglieder wird CHF 25 pro Ausleihvorgang verrechnet.

Die genauen Ausleihbedingungen finden Sie hier.


Videos


 

KONKRET «Mit Holz gegen Feuer

Gerade bei öffentlichen Gebäuden spielen die Brandschutzrichtlinien bei der Wahl der Materialisierung eine entscheidende Rolle. Die Firma sperrag jago ag bietet für den Innen- wie den Aussenbereich eine breite Palette von Sperrholholz und Spanplatten mit der Brand-schutzklasse RF 2 sowie mineralische Platten der Brandschutzklasse RF 1 an. Armin Schwegler von der sperrag jago ag zeigte auf, wie Bauteile im Brandversuch geprüft werden und erläuterte anhand von prototypischen Konstruktions-Mock-Ups wie die Feuerwiderstandsklassen (EI 30-90) erreicht werden können.  

Geneviève Bonnard und Denis Wœffray von Bonnard Wœffray achitectes stellten zwei Schulhausbauten in Salvan und Chateauneuf vor, bei denen mit präzisem Einsatz der Innenverkleidungen sowohl farblich wie auch materiell kontrastreiche räumliche Situationen geschaffen wurden.

Video vom 13. Februar 2020


Arbeit mit Tageslicht an der «ReThink Daylight» Werkstatt mit VELUX in der Baumuster-Centrale Ende November 2019.

 

KONZEPT «Der Nutzen der Nutzung»
Fachgespräche zur Wald- und Holzwirtschaft in Zusammenarbeit mit LIGNUM Holzwirtschaft Schweiz

Roger Schmidt erläuterte in seinem Vortrag welche Strategien er als Vorsteher des Amts für Wald im Kanton Bern sieht. Die Holzbauunternehmerin Katharina Lehmann ging in ihrem Referat auf die heimische Holzverarbeitung ein und wie mit Holz auf einfache Weise grosse Mengen an CO2 gebunden und eingelagert werden können. Stephan Küng sprach über die spezifischen Qualitäten von Schweizer Holz. Im Unternehmen der Familie Küng wird das Holz nur im Winter bei abnehmendem Mond geschlagen. Mit dem daraus gefertigten Mondhaus in Alpnach haben sie ein vom Prix Lignum ausgezeichnetes Haus geschaffen, das ganz ohne Leim oder Nägel konstruiert ist. Der Architekt Daniel Lischer sprach über seine zahlreichen und anspruchsvollen Holzbauprojekten aus hiesigem Holz.

Referierende:
Roger Schmidt, Amtsvorsteher Amt für Wald, Kanton Bern
Katharina Lehmann, Inhaberin und Verwaltungs­ratspräsidentin, Blumer-Lehmann AG
Stephan Küng, Geschäftsführer Küng Holzbau AG
Daniel Lischer, Architekt, Partner alp architektur lischer partner ag


 

KONKRET “Leicht und schwer - stark verbunden”

Klinker, Feinsteinzeug, Keramik oder Naturstein in der Fassade evozieren bei der Betrachtung und bei der Berührung eine Konstruktion in Massivbau. Dabei handelt es sich aber oft um ein kompaktes, dreischichtig aufgebautes, komplementäres System analog einer verputzten Aussenwärmedämmung. Ein beträchtlicher Unterschied stellt dabei das Gewicht der äusseren Schutzschicht dar. Ein funktionierendes Verbundsystem von Dämmung und Steinen ist deshalb die Grundlage für eine vielseitige Fassadengestaltung.
Beim Bergrestaurant Gütsch in Andermatt wurde mit dem System MARMORAN – Ceramo diese Konstruktion umgesetzt. Mit einer äusseren Schicht aus Naturstein wird das Gebäude im Kontext verankert ohne dabei die hohen energetischen Anforderungen der Situation zu vernachlässigen.

Referierende:
Falk Grimm, Architekt, Partner, siebzehn13 architekten ag
Daniel Schild, Saint-Gobain Weber AG, Leiter Produktmanagement, Mitglied der Geschäftsleitung

 

 

 

 


 

Bauhaus 100: Schweizer Aspekte

Die Bauhausbewegung hat vor 100 Jahren das gestalterische und künstlerische Denken und Schaffen weltweit revolutioniert. Die Ausstellung widmet sich den Laubenganghäusern in Dessau, welche an der Bauabteil-ung des Bauhauses nach den Plänen des Basler Bauhausdirektors Hannes Meyer entstanden sind. Andreas Buss berichtete aus seiner Forschung über die Laubenganghäuser.

An der Vernissage stellten Monika Markgraf das umfangreiche Bauforschungsarchiv der Stiftung Bauhaus Dessau vor. Zum Bestand gehören rund 2'500 Exponate wie Putzfragmente, Farbproben, Armaturen, Beschläge oder Badzubehör, die nachzeichnen wie mit Stahl, Glas und Beton eine neue, schnörkellose Architektur entstan-den ist. Diverse Originalbauteile der Laubenganghäuser werden an der Ausstellung gezeigt.

Die intensive Wechselwirkung zwischen der Bauhaus-bewegung und der Schweizer Architektur zeigte Ruggero Tropeano anhand des Werks des Zürcher Architekten und Bauhausschülers Hans Fischli auf.

 

letzte Änderung: 29.05.2020