SBCZ Materialsammlung – physisch und digital

Die physische Material- und Wissenssammlung der SBCZ wird laufend erneuert und aktualisiert. Weit über zweitausend Baumaterialien, Konstruktionssysteme und Technologien laden zum «Be-Greifen» ein. Alle Exponate sind beschriftet und digital erfasst. Über die Online-Materialsammlung sind weiterführende Informationen zu den einzelnen Mustern zugänglich. Die SBCZ ist das Wissens- und Diskussionsforum für alle Akteure des Bauwesens. An regelmässig stattfindenden Veranstaltungen werden anhand innovativer Produkte, Forschungsarbeiten und relevanter Projekte die Entwicklungen im Bauwesen aufgezeigt, besprochen und weitergedacht.

Aktuell

Vom Montag 23. Dezember bis am Freitag 3. Januar bleibt die Baumuster-Centrale geschlossen. Wir wünschen Ihnen schöne Festtage! 

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EINBLICKE 
«Bauhaus 100: Schweizer Aspekte»
Ausstellung 29. November 2019 – 10. Januar 2020
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Dessau

Hannes Meyer war Exponent des Neuen Bauens und folgte Walter Gropius als Bauhausdirektor in Dessau in den Jahren 1928–1930. Er wurde 1927 von Walter Gropius an das Bauhaus berufen und gründete daraufhin die Bauabteilung. 1928 zum Bauhaus-Direktor ernannt, prägte er das Motto vom «Volksbedarf statt Luxusbedarf». Die Ausstellung widmet sich den Laubenganghäusern in Dessau, welche Teil einer grösseren Planung zur Erweiterung der Siedlung Dessau-Törten waren und eine Arbeit der Bauabteilung am Bauhaus unter Hannes Meyer war. Diverse Originalbauteile der Laubenganghäuser, die 2017 von der Unesco in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden, werden an der Ausstellung gezeigt.


 

KONKRET “Leicht und schwer - stark verbunden”

Klinker, Feinsteinzeug, Keramik oder Naturstein in der Fassade evozieren bei der Betrachtung und bei der Berührung eine Konstruktion in Massivbau. Dabei handelt es sich aber oft um ein kompaktes, dreischichtig aufgebautes, komplementäres System analog einer verputzten Aussenwärmedämmung. Ein beträchtlicher Unterschied stellt dabei das Gewicht der äusseren Schutzschicht dar. Ein funktionierendes Verbundsystem von Dämmung und Steinen ist deshalb die Grundlage für eine vielseitige Fassadengestaltung.
Beim Bergrestaurant Gütsch in Andermatt wurde mit dem System MARMORAN – Ceramo diese Konstruktion umgesetzt. Mit einer äusseren Schicht aus Naturstein wird das Gebäude im Kontext verankert ohne dabei die hohen energetischen Anforderungen der Situation zu vernachlässigen.

Referierende:
Falk Grimm, Architekt, Partner, siebzehn13 architekten ag
Daniel Schild, Saint-Gobain Weber AG, Leiter Produktmanagement, Mitglied der Geschäftsleitung

 

 

 

 


 

Bauhaus 100: Schweizer Aspekte

Die Bauhausbewegung hat vor 100 Jahren das gestalterische und künstlerische Denken und Schaffen weltweit revolutioniert. Die Ausstellung widmet sich den Laubenganghäusern in Dessau, welche an der Bauabteil-ung des Bauhauses nach den Plänen des Basler Bauhausdirektors Hannes Meyer entstanden sind. Andreas Buss berichtete aus seiner Forschung über die Laubenganghäuser.

An der Vernissage stellten Monika Markgraf das umfangreiche Bauforschungsarchiv der Stiftung Bauhaus Dessau vor. Zum Bestand gehören rund 2'500 Exponate wie Putzfragmente, Farbproben, Armaturen, Beschläge oder Badzubehör, die nachzeichnen wie mit Stahl, Glas und Beton eine neue, schnörkellose Architektur entstan-den ist. Diverse Originalbauteile der Laubenganghäuser werden an der Ausstellung gezeigt.

Die intensive Wechselwirkung zwischen der Bauhaus-bewegung und der Schweizer Architektur zeigte Ruggero Tropeano anhand des Werks des Zürcher Architekten und Bauhausschülers Hans Fischli auf.

 


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12. Dezember 18:00 Uhr
KONZEPT
«Der Nutzen der Nutzung»
Fachgespräche zur Wald- und Holzwirtschaft in Zusammenarbeit mit LIGNUM Holzwirtschaft Schweiz

Roger Schmidt, Amtsvorsteher Amt für Wald, Kanton Bern 
Katharina Lehmann, Inhaberin und Verwaltungs­ratspräsidentin, Blumer-Lehmann AG
Stephan Küng, Geschäftsführer Küng Holzbau AG
Daniel Lischer, Architekt, Partner alp architektur lischer partner ag

Die Schweiz ist ein rohstoffarmes Land. Der nachwachsende Rohstoff Holz bildet dabei eine Ausnahme. Mit der zunehmenden Bedeutung des Holzbaus gewinnt auch die Frage nach dem Ursprung dieses Rohstoffes an Wichtigkeit.
Das Gleichgewicht einer nachhaltigen und gleichzeitig wirtschaftlichen Nutzung des Waldes zu gewährleisten, liegt in der Verantwortung der Förster. Roger Schmidt erläutert in seinem Vortrag welche Strategien er als Vorsteher des Amts für Wald im Kanton Bern sieht. 
Die Holzbauunternehmerin Katharina Lehmann geht in ihrem Referat auf die heimische Holzverarbeitung ein und wie mit Holz auf einfache Weise grosse Mengen an CO2 gebunden und eingelagert werden können. 
Stephan Küng spricht über die spezifischen Qualitäten von Schweizer Holz. Im Unternehmen der Familie Küng wird das Holz nur im Winter bei abnehmendem Mond geschlagen. Mit dem daraus gefertigten Mondhaus in Alpnach haben sie ein vom Prix Lignum ausgezeichnetes Haus geschaffen, das ganz ohne Leim oder Nägel konstruiert ist. 
Der Architekt Daniel Lischer spricht über seine zahlreichen und anspruchsvollen Holzbauprojekten aus hiesigem Holz.

Anmeldung bis 10. Dezember an thema@baumuster.ch
Eintritt frei

Flyer
Infobrief


 

KONKRET «Oberfläche mit Tiefe»

Beim neuen Hauptsitz von Scott Sports in Givisiez im Kanton Freiburg ist ein Grossteil der Fassade in anodisiertem Aluminium ausgeführt. Tima Kamberi von den Architekten Itten+Brechbühl AG, erzählte am Anlass von der Entwicklung der Hightech-Fassade und weshalb man sich für Aluminium entschieden hat. Myrtha Bosshard (BWB Oberflächentechnik) zeigte den Ablauf des Verfahrens mit den unterschiedlichen Möglichkeiten der Behandlung auf und erläuterte die Eigenschaften einer anodisierten Aluminiumfassade.

Video vom 31. Oktober 2019 


 

MATERIAL TALK «Beton und andere Giesswaren»

Am Material Talk vom 24. Oktober ging Marco Bakker von Bakker & Blanc architectes auf die Phänomenologie gegossener Bauteile ein und erklärte deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Bei der Kanzlei der Schweizer Botschaft in Algier etwa kam Marmorbeton und Bronze zum Einsatz, bei den Wohnbauten Les Arsenaux in Fribourg werden die Fassaden aus vorfabrizierten Betonelementen gebildet.


 

«Das dritte Leben»

Lange war die 1906 erstellte Stadthalle Teil des gesellschaftlichen und politischen Lebens von Zürich. Als 1949 eine Autogarage eingebaut wurde, kam es zu einschneidenden Veränderungen in der Gebäudestruktur. Mit der jüngsten Umnutzung in den Hauptsitz von Schweiz Tourismus wurden beide Zeitepochen als konstituierende Elemente behandelt und mit den Bedürfnissen des neuen Mieters überlagert. Yves Schihin, Partner von burkhalter sumi architekten, erläuterte am Anlass die präzisen Eingriffe beim Umbau.


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Materialausleihe

Die rund 2'500 erfassten Muster der SBCZ Materialsammlung stehen allen Besuchern zur Ausleihe zur Verfügung. Es können bis zu zehn Muster gleichzeitig für eine Woche ausgeliehen werden. Für alle Einzelmitglieder oder Mitarbeiter von Firmen mit einer Firmenmitgliedschaft beim Trägerverein freunde- baumuster.ch ist die Musterausleihe kostenlos. Für Nichtmitglieder wird CHF 25 pro Ausleihvorgang verrechnet.

Die genauen Ausleihbedingungen finden Sie hier.

letzte Änderung: 09.12.2019