Aktuell

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Mitgliedschaft im Material-Archiv

Am 1. Januar 2020 wurde die Schweizer Baumuster-Centrale Zürich als 9. Mitglied in den Verein Material-Archiv aufgenommen. Das 2009 gegründete Material-Archiv ist ein Netzwerk dessen Mitglieder Wissen über Werkstoffe und Verfahren erschliessen, aufbereiten und der Fachwelt sowie der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Bildung und Vermittlung erfolgen zum einen über die physischen Mustersammlungen aller Mitglieder und zum anderen über die Inhalte des Portals materialarchiv.ch. Insbesondere in Kooperation mit der ETH Zürich, der ZHAW Winterthur und der Hochschule Luzern wird die SBCZ das Themengebiet Baumaterialien weiter vertiefen.

Die SBCZ ist zukünftig in ein grosses Team von Materialexpertinnen und -experten eingebunden und kann die eigene Sammlung mit einer umfangreichen und wissenschaftlichen Datenbank verknüpfen. Die Zusammenarbeit mit dem Material- Archiv wird im Verlauf dieses Jahres auf unsere Webseite, in der Sammlung, an den Veranstaltungen und in Form temporärer Ausstellungen Gestalt annehmen.

 

Die Mitglieder des Material-Archivs sind:

Gewerbemuseum Winterthur
Hochschule Luzern – Technik & Architektur
Sitterwerk St. Gallen
Zürcher Hochschule der Künste, ZHdK
ETH Zürich, D-ARCH und ETH-Bibliothek
Hochschule Luzern – Design & Kunst
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, ZHAW
Hochschule der Künste Bern, Konservierung und Restaurierung, Gestaltung und Kunst
Schweizer Baumuster-Centrale Zürich (ab dem 1. 1. 2020)

(Bild: Blick in die Sammlung 4 – ZHdK, Toni-Areal Zürich, Betty Fleck, © Zürcher Hochschule der Künste)


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30. Januar 2020 12:15 Uhr
KONKRET - BROWNBAG-LUNCH
«in alter Frische»
Renovation von Steinbelägen, Hägni AG

Referierende:
Tobias Eckardt, Eckardt Natursteine AG
Guido Walliser, Leitung Steinveredelung und Spezialreinigung, Hägni AG

Steine – ob Naturstein oder Kunststein – sind langlebige und robuste Baumaterialien. Aber auch sie altern und erhalten eine Patina. Diese kann subjektiv als Geschichte des Materials oder unschöne Verschmutzung wahrgenommen werden. Unnötigerweise werden deshalb oft wertige Bestände ausgetauscht. Denn die Oberfläche von Stein kann mehrmals bearbeitet und verändert werden. Mit dem richtigen Know-how kann dabei nicht nur der Grad der Auffrischung bestimmt, sondern auch die Beschaffenheit und Optik angepasst werden. Der Stein erscheint so wieder frisch, ohne dabei seinen Charakter zu verlieren.

Anmeldung bis 28. Januar an thema@baumuster.ch
Eintritt frei

Flyer
Infobrief


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Materialausleihe

Die rund 2'500 erfassten Muster der SBCZ Materialsammlung stehen allen Besuchern zur Ausleihe zur Verfügung. Es können bis zu zehn Muster gleichzeitig für eine Woche ausgeliehen werden. Für alle Einzelmitglieder oder Mitarbeiter von Firmen mit einer Firmenmitgliedschaft beim Trägerverein freunde- baumuster.ch ist die Musterausleihe kostenlos. Für Nichtmitglieder wird CHF 25 pro Ausleihvorgang verrechnet.

Die genauen Ausleihbedingungen finden Sie hier.


Neu in der Sammlung


Videos

Arbeit mit Tageslicht an der «ReThink Daylight» Werkstatt mit VELUX in der Baumuster-Centrale Ende November 2019.

 

KONZEPT «Der Nutzen der Nutzung»
Fachgespräche zur Wald- und Holzwirtschaft in Zusammenarbeit mit LIGNUM Holzwirtschaft Schweiz

Roger Schmidt erläuterte in seinem Vortrag welche Strategien er als Vorsteher des Amts für Wald im Kanton Bern sieht. Die Holzbauunternehmerin Katharina Lehmann ging in ihrem Referat auf die heimische Holzverarbeitung ein und wie mit Holz auf einfache Weise grosse Mengen an CO2 gebunden und eingelagert werden können. Stephan Küng sprach über die spezifischen Qualitäten von Schweizer Holz. Im Unternehmen der Familie Küng wird das Holz nur im Winter bei abnehmendem Mond geschlagen. Mit dem daraus gefertigten Mondhaus in Alpnach haben sie ein vom Prix Lignum ausgezeichnetes Haus geschaffen, das ganz ohne Leim oder Nägel konstruiert ist. Der Architekt Daniel Lischer sprach über seine zahlreichen und anspruchsvollen Holzbauprojekten aus hiesigem Holz.

Referierende:
Roger Schmidt, Amtsvorsteher Amt für Wald, Kanton Bern
Katharina Lehmann, Inhaberin und Verwaltungs­ratspräsidentin, Blumer-Lehmann AG
Stephan Küng, Geschäftsführer Küng Holzbau AG
Daniel Lischer, Architekt, Partner alp architektur lischer partner ag


 

KONKRET “Leicht und schwer - stark verbunden”

Klinker, Feinsteinzeug, Keramik oder Naturstein in der Fassade evozieren bei der Betrachtung und bei der Berührung eine Konstruktion in Massivbau. Dabei handelt es sich aber oft um ein kompaktes, dreischichtig aufgebautes, komplementäres System analog einer verputzten Aussenwärmedämmung. Ein beträchtlicher Unterschied stellt dabei das Gewicht der äusseren Schutzschicht dar. Ein funktionierendes Verbundsystem von Dämmung und Steinen ist deshalb die Grundlage für eine vielseitige Fassadengestaltung.
Beim Bergrestaurant Gütsch in Andermatt wurde mit dem System MARMORAN – Ceramo diese Konstruktion umgesetzt. Mit einer äusseren Schicht aus Naturstein wird das Gebäude im Kontext verankert ohne dabei die hohen energetischen Anforderungen der Situation zu vernachlässigen.

Referierende:
Falk Grimm, Architekt, Partner, siebzehn13 architekten ag
Daniel Schild, Saint-Gobain Weber AG, Leiter Produktmanagement, Mitglied der Geschäftsleitung

 

 

 

 


 

Bauhaus 100: Schweizer Aspekte

Die Bauhausbewegung hat vor 100 Jahren das gestalterische und künstlerische Denken und Schaffen weltweit revolutioniert. Die Ausstellung widmet sich den Laubenganghäusern in Dessau, welche an der Bauabteil-ung des Bauhauses nach den Plänen des Basler Bauhausdirektors Hannes Meyer entstanden sind. Andreas Buss berichtete aus seiner Forschung über die Laubenganghäuser.

An der Vernissage stellten Monika Markgraf das umfangreiche Bauforschungsarchiv der Stiftung Bauhaus Dessau vor. Zum Bestand gehören rund 2'500 Exponate wie Putzfragmente, Farbproben, Armaturen, Beschläge oder Badzubehör, die nachzeichnen wie mit Stahl, Glas und Beton eine neue, schnörkellose Architektur entstan-den ist. Diverse Originalbauteile der Laubenganghäuser werden an der Ausstellung gezeigt.

Die intensive Wechselwirkung zwischen der Bauhaus-bewegung und der Schweizer Architektur zeigte Ruggero Tropeano anhand des Werks des Zürcher Architekten und Bauhausschülers Hans Fischli auf.

 


 

KONKRET «Oberfläche mit Tiefe»

Beim neuen Hauptsitz von Scott Sports in Givisiez im Kanton Freiburg ist ein Grossteil der Fassade in anodisiertem Aluminium ausgeführt. Tima Kamberi von den Architekten Itten+Brechbühl AG, erzählte am Anlass von der Entwicklung der Hightech-Fassade und weshalb man sich für Aluminium entschieden hat. Myrtha Bosshard (BWB Oberflächentechnik) zeigte den Ablauf des Verfahrens mit den unterschiedlichen Möglichkeiten der Behandlung auf und erläuterte die Eigenschaften einer anodisierten Aluminiumfassade.

Video vom 31. Oktober 2019 


 

MATERIAL TALK «Beton und andere Giesswaren»

Am Material Talk vom 24. Oktober ging Marco Bakker von Bakker & Blanc architectes auf die Phänomenologie gegossener Bauteile ein und erklärte deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Bei der Kanzlei der Schweizer Botschaft in Algier etwa kam Marmorbeton und Bronze zum Einsatz, bei den Wohnbauten Les Arsenaux in Fribourg werden die Fassaden aus vorfabrizierten Betonelementen gebildet.


 

«Das dritte Leben»

Lange war die 1906 erstellte Stadthalle Teil des gesellschaftlichen und politischen Lebens von Zürich. Als 1949 eine Autogarage eingebaut wurde, kam es zu einschneidenden Veränderungen in der Gebäudestruktur. Mit der jüngsten Umnutzung in den Hauptsitz von Schweiz Tourismus wurden beide Zeitepochen als konstituierende Elemente behandelt und mit den Bedürfnissen des neuen Mieters überlagert. Yves Schihin, Partner von burkhalter sumi architekten, erläuterte am Anlass die präzisen Eingriffe beim Umbau.

letzte Änderung: 20.01.2020