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(Aktualisiert am 15.1.2021)

Neu in der Sammlung

Aktuell

KONKRET AM MITTAG
«Stadtskulptur in Jurafarben»
Ammocret Kalksteinbeton, Holcim (Schweiz) AG
Aufzeichnung vom 11. Februar 2021

Referierende
Alex Vögeli, Holcim Kies und Beton AG Werk Kleindöttingen
Binta Anderegg, BSc Architektur EPFL, Bob Gysin Partner BGP

Die Farben der Jura-Kalksteine reichen von Beige-Weiss bis hin zu Goldgelb. Die gelbe Farbe erhält er durch das Stoffgemisch Limonit, das sogenannte Brauneisenerz. Ammocret Kalksteinbeton vereint die Vorteile von Beton mit dem warmen Grundton des Kalksteins. Der Kalksteinbeton lässt sich wie herkömmlicher Beton spitzen, abreiben, stocken und waschen. Alex Vögeli erzählte am Anlass, wie im Kieswerk in Kleindöttingen Kalksteinbrocken ohne Mergel- und Tonanteile gebrochen und zu Ammocret weiterverarbeitet werden.

Das Architekturbüro Bob Gysin Partner BGP hat beim Projekt eines Stadthauses an der Englischviertelstrasse in Zürich die Fassade mit Ammocret Beton ausgeführt. Das in einem städtischen Kontext gelegene Haus tritt mit seinem Öffnungsverhalten, der warmen Farbigkeit und dem Spiel zwischen gestockter und schalungsglatter Oberfläche in Dialog mit den umliegenden Häusern. Binta Anderegg von BGP stellte das Projekt vor und ging auch auf die technischen Herausforderungen bei der Realisation der zweischaligen Fassadenkonstruktion ein.
 


KONKRET AM MITTAG
«Entwerfen mit dem Roboter»
CODEFA – vorfabrizierte Fassadenelemente von Erne AG Holzbau

Aufzeichnung vom 14. Januar 2021

Referierende:
Thomas Wehrle, CTO, ERNE AG Holzbau
Edyta Augustynowicz, Architektin MSc Arch, MAS ETH CAAD, Projektleiterin Parametrik, ERNE AG Holzbau
Christian Eichhorn, Dipl. Ing. Architekt, SSA Architekten AG BSA SIA

Die technische Entwicklung der robotischen Fertigung im Bauwesen kombiniert mit computergesteuerten Entwurfsmethoden erlaubt es heute, immer komplexere Bauteile zu fertigen. Dabei halten sich Aufwand und Kosten im üblichen Rahmen – denn für den Roboter spielt es keine Rolle, wie unterschiedlich seine Arbeitsabläufe sind.
Durch den Einsatz eines parametrischen Tools und robotischer Fertigung verknüpft ERNE in einem kollaborativen Designprozess Standardisierung mit kundenspezifischen Bedürfnissen. Dies ermöglicht eine effiziente Fertigung parametrischer Fassadenelemente – ohne die Gestaltungsfreiheit der Architekten einzuschränken. Der neue Prozess definiert sich über drei Innovationen: ein digitales Designtool, flexible Multi-Roboter-Fertigung und ein Entwurfsprozess als Zusammenarbeit von Architekten und Hersteller. Bei Veränderung eines Parameters gibt das Designtool ein Echtzeit-Feedback zu Kosten und Produktionszeit einer spezifischen Designlösung.
Dieses Forschungsprojekt CODEFA (Collaborative Design of Prefabricated Façade Systems) wurde vom Institut Integrative Gestaltung – Masterstudio der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW und ERNE AG Holzbau entwickelt und von Innosuisse mitfinanziert. Die drei Kurzreferate legen je die Sicht der Partner aus Industrie, Hochschule und Architektur dar.


KONKRET AM MITTAG
«Schicht für Schicht Geschichte»
Anstrichanalyse, Max Schweizer AG

Aufzeichnung vom 10. Dezember 2020

Referierende:
Petra Streuli, Max Schweizer AG – eidg. dipl. Malermeisterin, eidg. dipl. FH/HW Denkmalpflege
Frank Ott, Ruggero Tropeano Architekten, dipl. Ing. Städtebau, mas eth arch/gtg

Jedes Gebäude erzählt seine eigene Geschichte. Diese konserviert sich in unterschiedlichen Materialschichten und Farbfassungen, die im Laufe der Zeit immer wieder überarbeitet wurden. Mit zunehmendem Alter steigt der Informationsgehalt, welcher aus einer Farb- und Anstrichanalyse resultiert. Die Ergebnisse dienen als Planungs- und Entscheidungsgrundlage für die Sanierung eines Gebäudes.

Der Vortrag zeigt den Prozess der Anstrichanalyse am Beispiel der Sanierung des Zunfthaus zur Meisen in Zürich auf. Frank Ott, Architekt von Ruggero Tropeano Architekten stellt das Sanierungsprojekt vor und schildert die Fragestellung zur Untergrundforschung aus der Sicht des Architekten.
Petra Streuli von Max Schweizer AG erläutert die Möglichkeiten und Methoden der Anstrichanalyse und zeigt an konkreten Beispielen auf, wie der Prozess abläuft.


KONKRET AM MITTAG
«Dämmung als Ausdruck»
Ziegelindustrie Schweiz

Aufzeichnung vom 19. November 2020

Referierende
Sascha Mathis, dipl. Architekt ETH, Mathis Kamplade Architekten
Gregor Kamplade, dipl. Architekt ETH, Mathis Kamplade Architekten
Carlo Bianchi, dipl. Bauing.Partner Synaxis AG

Obwohl Backstein und Dachziegel schon seit Jahrtausenden zum Bauen verwendet werden, ermöglicht eine stetige Weiterentwicklung der Materialien neue Ansätze und Lösungen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Mehrfamilienhaus in Zürich Wollishofen von Mathis Kamplade Architekten.
Die 40 Zentimeter dicke Aussenwand ist mineralisch aufgebaut und kommt ohne konventionelle Dämmung aus. Was man in der Fassade sieht, ist auch was trägt. Einerseits ist dies ein rau verputztes Einsteinmauerwerk, andererseits sind es Pfeiler aus Beton, die die Fenster einfassen und gruppieren. Die scharfkantig, konventionell vor Ort ausgeführten Gewände sind aus Dämmbeton und treten sowohl nach aussen wie auch nach innen in gleichem Masse in Erscheinung. Über die vier Geschosse wird das Haus nach oben hin filigraner, die Pfeiler werden teilweise dünner und der Fensteranteil höher.
Das Treppenhaus und die Bäder sind mit massiven Wänden als Raum in Raum Konstruktion konzipiert, um den hohen akustischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Das geölte massive Eichenholz der Fenster ermöglicht sehr schlanke Profilabmessungen. Die Fenster sind direkt an den Pfeilern angeschlagen.

Bildergalerie
Flyer
Infobrief
Hochparterre


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Mitglied werden bei «freunde-baumuster.ch»

Hier können Sie sich beim Trägerverein «freunde-baumuster.ch» anmelden.

Der Verein «freunde-baumuster.ch» setzt sich auf vielen Ebenen für die SBCZ ein. Mit einer Mitgliedschaft als Einzelperson oder Firma fördern Sie das breite Angebot der SBCZ und profitieren von den Zusatzangeboten: 

•    Einzelmitglieder und Mitarbeiter von Büros mit einer Firmenmitgliedschaft können in der SBCZ kostenlos Muster ausleihen. 
•    Für die Mitglieder werden mehrmals pro Jahr exklusive Baustellenführungen angeboten. 

Zwei Mal pro Jahr organisiert der Trägerverein den MATERIAL TALK. Im Mittelpunkt jeder Veranstaltung steht das Referat eines Architekten oder einer Architektin zu einem spezifischen Material. Am 22. Oktober sprach Andreas Bründler von Buchner Bründler Architekten, der «Beton in situ» als Titel für seinen Vortrag gewählt hat. 


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Raummiete

Seit Anfang Jahr hat die SBCZ das Untergeschoss, wo bis anhin die Textilfirma kvadrat zu finden war, übernommen. Der neue Raum bietet Platz für Sonderausstellungen, Workshops, Jurierungen usw. Zusammen mit einem abtrennbaren Sitzungszimmer kann er auch von externen Interessenten gemietet werden. Hier der Link zur Dokumentation Raummiete.

Gerne weitersagen!



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Materialausleihe

Die rund 2'500 erfassten Muster der SBCZ Materialsammlung stehen allen BesucherInnen zur Ausleihe zur Verfügung. Es können bis zu zehn Muster gleichzeitig für eine Woche ausgeliehen werden. Für alle Einzelmitglieder oder MitarbeiterInnen von Firmen mit einer Firmenmitgliedschaft beim Trägerverein freunde- baumuster.ch ist die Musterausleihe kostenlos. Für Nichtmitglieder wird CHF 25 pro Ausleihvorgang verrechnet.

Die genauen Ausleihbedingungen finden Sie hier.

letzte Änderung: 22.02.2021