Aktuell

Verlängert bis 18. Dezember 2020
EINBLICKE
Ausstellung «Brick 20»
Eine Backstein Themenausstellung präsentiert von 
ZZ Wancor

Der Wienerberger Brick Award, der im Jahre 2004 ins Leben gerufen wurde, ist eine Auszeichnung, mit der alle zwei Jahre die kreativsten Beispiele moderner und innovativer keramischer Architektur ausgezeichnet werden. Er bietet Architektinnen und Architekten aus aller Welt die Möglichkeit, zeitgenössische, innovative Ziegelarchitektur vorzustellen und einem breiten Publikum bekannt zu machen. Ziel ist es, zu inspirieren, Entwurfskonzepte zur Diskussion zu stellen und nach neuen Wegen zu suchen, um architektonische Vorstellungen – mit Hilfe von keramischen Materialien – umzusetzen.

2020 vergibt Wieneberger diesen international etablierten Preis bereits zum neunten Mal. 644 Projekte aus 55 Ländern wurden eingereicht. Die Ausstellung zeigt die 50 nominierten Projekte und die Preisträger des Brick Awards 2020 anhand von Fotografien, Videos und Mock-Ups.

Mo.–Fr. 9:00 – 17:30 Uhr
Eintritt frei

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KONKRET AM MITTAG
«Dämmung als Ausdruck»
Ziegelindustrie Schweiz

Aufzeichnung vom 19. November 2020

Referierende
Sascha Mathis, dipl. Architekt ETH, Mathis Kamplade Architekten
Gregor Kamplade, dipl. Architekt ETH, Mathis Kamplade Architekten
Carlo Bianchi, dipl. Bauing.Partner Synaxis AG

Obwohl Backstein und Dachziegel schon seit Jahrtausenden zum Bauen verwendet werden, ermöglicht eine stetige Weiterentwicklung der Materialien neue Ansätze und Lösungen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Mehrfamilienhaus in Zürich Wollishofen von Mathis Kamplade Architekten.
Die 40 Zentimeter dicke Aussenwand ist mineralisch aufgebaut und kommt ohne konventionelle Dämmung aus. Was man in der Fassade sieht, ist auch was trägt. Einerseits ist dies ein rau verputztes Einsteinmauerwerk, andererseits sind es Pfeiler aus Beton, die die Fenster einfassen und gruppieren. Die scharfkantig, konventionell vor Ort ausgeführten Gewände sind aus Dämmbeton und treten sowohl nach aussen wie auch nach innen in gleichem Masse in Erscheinung. Über die vier Geschosse wird das Haus nach oben hin filigraner, die Pfeiler werden teilweise dünner und der Fensteranteil höher.
Das Treppenhaus und die Bäder sind mit massiven Wänden als Raum in Raum Konstruktion konzipiert, um den hohen akustischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Das geölte massive Eichenholz der Fenster ermöglicht sehr schlanke Profilabmessungen. Die Fenster sind direkt an den Pfeilern angeschlagen.

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Hochparterre


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Mitglied werden bei «freunde-baumuster.ch»

Hier können Sie sich beim Trägerverein «freunde-baumuster.ch» anmelden.

Der Verein «freunde-baumuster.ch» setzt sich auf vielen Ebenen für die SBCZ ein. Mit einer Mitgliedschaft als Einzelperson oder Firma fördern Sie das breite Angebot der SBCZ und profitieren von den Zusatzangeboten: 

•    Einzelmitglieder und Mitarbeiter von Büros mit einer Firmenmitgliedschaft können in der SBCZ kostenlos Muster ausleihen. 
•    Für die Mitglieder werden mehrmals pro Jahr exklusive Baustellenführungen angeboten. 

Zwei Mal pro Jahr organisiert der Trägerverein den MATERIAL TALK. Im Mittelpunkt jeder Veranstaltung steht das Referat eines Architekten oder einer Architektin zu einem spezifischen Material. Am 22. Oktober sprach Andreas Bründler von Buchner Bründler Architekten, der «Beton in situ» als Titel für seinen Vortrag gewählt hat. 


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Raummiete

Seit Anfang Jahr hat die SBCZ das Untergeschoss, wo bis anhin die Textilfirma kvadrat zu finden war, übernommen. Der neue Raum bietet Platz für Sonderausstellungen, Workshops, Jurierungen usw. Zusammen mit einem abtrennbaren Sitzungszimmer kann er auch von externen Interessenten gemietet werden. Hier der Link zur Dokumentation Raummiete.

Gerne weitersagen!


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Mitgliedschaft im Material-Archiv

Am 1. Januar 2020 wurde die Schweizer Baumuster-Centrale Zürich als 9. Mitglied in den Verein Material-Archiv aufgenommen. Das 2009 gegründete Material-Archiv ist ein Netzwerk dessen Mitglieder Wissen über Werkstoffe und Verfahren erschliessen, aufbereiten und der Fachwelt sowie der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Bildung und Vermittlung erfolgen zum einen über die physischen Mustersammlungen aller Mitglieder und zum anderen über die Inhalte des Portals materialarchiv.ch. Insbesondere in Kooperation mit der ETH Zürich, der ZHAW Winterthur und der Hochschule Luzern wird die SBCZ das Themengebiet Baumaterialien weiter vertiefen.

Die SBCZ ist zukünftig in ein grosses Team von Materialexpertinnen und -experten eingebunden und kann die eigene Sammlung mit einer umfangreichen und wissenschaftlichen Datenbank verknüpfen. Die Zusammenarbeit mit dem Material- Archiv wird im Verlauf dieses Jahres auf unsere Webseite, in der Sammlung, an den Veranstaltungen und in Form temporärer Ausstellungen Gestalt annehmen.

 

Die Mitglieder des Material-Archivs sind:

Gewerbemuseum Winterthur
Hochschule Luzern – Technik & Architektur
Sitterwerk St. Gallen
Zürcher Hochschule der Künste, ZHdK
ETH Zürich, D-ARCH und ETH-Bibliothek
Hochschule Luzern – Design & Kunst
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, ZHAW
Hochschule der Künste Bern, Konservierung und Restaurierung, Gestaltung und Kunst
Schweizer Baumuster-Centrale Zürich (ab dem 1. 1. 2020)

(Bild: Blick in die Sammlung 4 – ZHdK, Toni-Areal Zürich, Betty Fleck, © Zürcher Hochschule der Künste)


Neu in der Sammlung


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Materialausleihe

Die rund 2'500 erfassten Muster der SBCZ Materialsammlung stehen allen BesucherInnen zur Ausleihe zur Verfügung. Es können bis zu zehn Muster gleichzeitig für eine Woche ausgeliehen werden. Für alle Einzelmitglieder oder MitarbeiterInnen von Firmen mit einer Firmenmitgliedschaft beim Trägerverein freunde- baumuster.ch ist die Musterausleihe kostenlos. Für Nichtmitglieder wird CHF 25 pro Ausleihvorgang verrechnet.

Die genauen Ausleihbedingungen finden Sie hier.


Videos


MATERIAL TALK
«Beton in Situ»

Aufzeichnung vom 22. Oktober

Referent: 
Andreas Bründler, Buchner Bründler Architekten
Moderation:
Dr. Christoph Wieser 
Architekturtheoretiker, Dipl. Arch. ETH
Vorstandsmitglied, Freunde Baumuster

Der Moment in dem die ersten Bretter der Gussform entrissen werden hat etwas Magisches. Noch feucht und warm fühlt sich der Beton an und dennoch ist das Bauteil schon unverrückbar real und manifestiert mit Bestimmtheit seine Wirkung. Kaum ein anderer Baustoff entsteht in vergleichbar direkter Fertigungsweise durch den Guss in seine definierende Form. 

Andreas Bründler reflektierte am Anlass über die intensive Auseinandersetzung von Buchner Bründler Architekten mit dem Baumaterial: «Seit Beginn unseres Wirkens spielt Beton eine tragende Rolle in der Konzeption und Herstellung unserer Bauten, ermöglicht seine Vielseitigkeit doch die Verbindung architektonischer Ansprüche. Vor Ort gegossen definiert er Struktur, Raum und Form in Einem. Wir lieben dessen rohe Wirkung. Wesentlich ist uns die Nähe zum Herstellungsprozess, bei dem die Möglichkeiten der handwerklichen Umsetzung immer wieder von Neuem verhandelt werden müssen.»

Der MATERIAL TALK ist eine moderierte Diskussion, die vom Trägerverein freunde-baumuster.ch initiiert wird.

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Vernissage «Brick 20»
Eine Backstein Themenausstellung präsentiert von 
ZZ Wancor vom 8. Oktober –  27. November

Aufzeichnung vom 8. Oktober 2020

Referierende:
Jan Peter Wingender (per Videoschaltung) Office Winhov, Amsterdam
Manuel Herz, Manuel Herz Architects, Basel
Vortragssprache: Englisch, Deutsch

Der Wienerberger Brick Award, der im Jahre 2004 ins Leben gerufen wurde, ist eine Auszeichnung, mit der alle zwei Jahre die kreativsten Beispiele moderner und innovativer keramischer Architektur ausgezeichnet werden. 2020 wurden 644 Projekte aus 55 Ländern eingereicht. Die Ausstellung zeigt die 50 nominierten Projekte und die Preisträger des Brick Awards 2020 anhand von Fotografien, Videos und Mock-Ups.

Jan Peter Wingender ist Mitbegründer und Partner des Office Winhov in Amsterdam. Die Anfrage, ob er an der Vernissage zur Ausstellung referieren möchte, bejahte er mit der Bemerkung, dass für ihn Backstein eine Herzensangelegenheit sei. Dies zeigt sich einerseits in der Arbeit seines Architekturbüros, das viele Projekte in Backstein umgesetzt hat. Darunter auch ein Wohnhaus auf dem Freilager-Areal in Zürich, in Zusammenarbeit mit Office Haratori. Andererseits befasst er sich auch in der Lehre als Dozent an der Amsterdam University of the Arts mit dem Thema Ziegel und publizierte 2016 das Buch «Brick, An Exacting Material». In der zuvor erwähnten Zusammenarbeit hat er in Zürich das kürzlich renovierte Geschäftshaus Bucherer an der Bahnhofstrasse umgesetzt und die Fassade des Wohnhochhauses Zölly (Meili Peter Partner) mitentworfen.

Da Jan Peter Wingender nicht persönlich anwesend sein konnte, freuten wir uns über die kurzfristige Zusage von Manuel Herz. Er hat das Tambacounda Spital in Senegal vorgestellt, das sich zur Zeit im Bau befand. Das Projekt passte thematisch auf mehreren Ebenen zur Vernissage des Brick-Awards. Der für diesen Bau entworfene Backstein verleiht dem Gebäude nicht nur einen unverkennbaren Ausdruck, vielmehr ist er eine Reaktion auf die klimatischen Bedingungen des Ortes und erlaubt eine natürliche Durchlüftung bei Schutz vor Sonne und Regen. Weiter werden die lokalen Ressourcen eingesetzt und die Backsteine allesamt vor Ort mit dem vorhandenen Wissen produziert. Manuel Herz hat am Anlass über die Entstehung des Projekts und der momentanen Umsetzung berichtet. Dabei hat er auch über das Mock-Up der Fassade erzählt, das mittlerweile als Schule genutzt wird.

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KONKRET
«Erde für alle»
Bauprodukte aus Lehm, Terrabloc

Aufzeichnung vom 1. Oktober 2020

Referierende:
Rodrigo Fernandez, Mitgründer Terrabloc
Tanya Zein, Partnerin FAZ Architectes
Stanislas Zimmermann, Partner Jomini Zimmermann Architekten

Vortragssprache: Deutsch / Englisch

Erde ist seit Anbeginn ein universeller Baustoff, der aber in jüngster Zeit kaum mehr eingesetzt wird. Die Qualitäten, die dieses Material bietet, sind unbestreitbar. Die thermische Trägheit und die hygrometrische Regulierung im Gebäude können die Qualität des Raumklimas steigern. Dabei ist der Rohstoff zur Genüge vorhanden. In jeder Schweizer Stadt fallen jährlich mehrere Millionen Tonnen Aushubmaterial an und das Recycling von Erdaushub ist eine der grossen umweltpolitischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.
Die Schweizer Firma Terrabloc setzt sich seit fast zehn Jahren dafür ein, einen intelligenten Weg zu finden, diesen «Abfall» in einen edlen, nachhaltigen und ökologischen Rohstoff zu verwandeln. Durch die Herstellung von Blöcken, Pads und Gusserde haben der Architekt Laurent de Wurstemberger und der Ingenieur Rodrigo Fernandez eine an die heutigen Bedürfnissen angepasste Technologie entwickelt. Der Prozess der Bodenauswahl und -verdichtung ermöglicht es, Blöcke mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften herzustellen und gleichzeitig mit den Texturen, den natürlichen Farben und den Einbaumethoden ein neues Experimentierfeld für zeitgenössische Architektur zu schaffen, wie Tanya Zein vom Architekturbüro FAZ und Stanislas Zimmermann von Jomini Zimmerman Architekten dies beide bei einem Ihrer aktuellen Bauprojekte machen.

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letzte Änderung: 26.11.2020